Null-Kulanz-Politik bei der Bahn

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Die Bahn ist immer nur dann genau, wenn es um die eigene Tasche geht und der Fahrgast etwas versäumt hat. Das bei der Bahn das Thema Kulanz „Neuland“ zu sein scheint, wie für Frau Merkel das Internet, habe ich heute – ein weiteres Mal (ich berichtete ja schon öfter…) – am eigenen Leib spüren dürfen.

Ich habe mich gerade geärgert, über mangelnde Kulanz Bei der Deutschen Bahn: Bei der Berechnung der Verbindung von Villingen nach Donaueschingen wurde mir als nächste Verbindung ein IC angezeigt, den ich dann auch betrat. Nicht nur, dass der Zug mit Verspätung einfuhr: Obwohl ich direkt in die Tür eingestiegen war, vor der die Mitarbeiterin der Bahn gestanden war, rief sie mich zurück (anstatt direkt etwas zu sagen…), als ich bereits gesessen war, fragte ob ich überhaupt ein Fernverkehr-Ticket hätte und meinte dann, ich müsse mit dem nächsten Zug fahren. OBWOHL der Preis exakt der gleiche ist, wie ich gerade festgestellt habe. Hätte sie mir im Zug das Ticket im Zug gelöst, würde das zum normalen Fahrpreis (den ich dann nochmal bezahlen müsste) 20,00 EUR Aufpreis (!!!) kosten.

Die Bahn ist IMMER NUR DANN genau, wenn es um die eigene Tasche geht und der Fahrgast etwas versäumt hat. Sich selbst lässt die Bahn ziemlich viel durchgehen, verspricht seit Jahren Verbesserung eigener Versäumnisse und Unzuverlässigkeiten, aber statt dass hier etwas geschieht, werden z.B. die Verspätungen noch schlimmer schaut auf Kundenseite umso genauer hin.

Die Bahn hätte jetzt NULL Nachteil gehabt, einfach EIN VERFICKTES MAL von der Null-Kulanz-Politik abzuweichen und einfach ausnahmsweise mal kundenfreundlich zu sein. Der Zug war fast leer – ich hätte niemandem den Sitzplatz weggenommen.

Stattdessen muss ich jetzt 30 Minuten warten, komme zu spät zu einer Verabredung und meine Laune ist am Sack, weil ich mich ungerecht behandelt fühle.

Und Mal im Ernst: 20 EUR SERVICEGEBÜHR!?! FÜR WAS GENAU??

▪️ Wie viele Stunden musste ich bereits wegen irgendwelcher Verspätungen warten…!
▪️ Wie oft habe ich am Bahngleis übernachten müssten, will der Anschlusszug nicht mehr erreicht wurde…!
▪️ Wie oft saß ich in einem gnadenlos überfüllten Zug, weil die Bahn falsch geplant hat und mir einen Kurzzug eingesetzt hat?
▪️ Wie oft musste ich bei unmenschlichen Temperaturen im Zug vor mich hin schmoren, weil wieder einmal die Klimaanlage ausgefallen war?

Die Bahn macht mir, da mittlerweile ein Leben ohne Auto führt, nicht leicht…!

Neues Stoppschild gegen Zensurula.

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stoppManch einer, der heute meinen Blog betrat, durfte sich über mein neues Stopp-Schild beim Eintritt auf diese Seite gewundert haben. Keine Angst, erscheint bei jedem nur einmal – danach ist Ruhe. Aber irgendeinen Protest muss man ja gegen diese Kinderporno-vorschieben-damit-wir-das-Internet-zensieren-können-Aktion von der von der Leyen unterstützen. 86% der deutschen Internetnutzer sind gegen eine solche Sperrung. Das Problem sollte an ganz anderen Zipfeln gepackt werden.

Naja. Meine Meinung kennt ihr. Genauso, wie zum Thema Vorratsdatenspeicherung.

Viele Grüße!

PS: Mehr Infos gibts unter http://www.stopp-seite.de/

Beitrag einer aufmerksamen Leserin.

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Hallo, Herr Ratzinger!

Ich bin heute auf folgendes Fun Schild in Ihrem Blog gestoßen:

http://ratzingeronline.blog.de/?tag=fun%2Bparkausweis

So kurios ist das Schild gar nicht, denn neben gehbehinderten Menschen können auch Menschen, die sich im Straßenverkehr nur schwer orientieren können, einen blauen Parkausweis (Parkerleichterung) bekommen.

Und es ist nicht gesagt, dass es sich dabei um die Fahrer des Wagens handeln muss. 😉

Beispielsweise kann es auch für eine Mutter, die ein geistig behindertes Kind hat, das ständig beaufsichtigt werden muss, wichtig sein, auf einem Behindertenparkplatz parken zu dürfen. Denn diese Parkplätze liegen ja meist näher am Haus oder am Fußweg, so dass die Gefahr geringer ist, dass das Kind auf die Straße läuft und etwas passiert.

Das Kind muss dafür keinen Führerschein haben. 😉

Viele Grüße
Dörthe Friedrichsen*

* Name von der Redanktion geändert.

Chaos pur + Abenteuer: Mein Tag in München.

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So, jetzt ist es langsam mal an der Zeit vom gestrigen Tag zu erzählen. Ich war ja in München für ein Bewerbungsgespräch bei einer Jugendherbere am Starnberger See.

06:00 Uhr – Meine Oma weckte mich und legte mir – so nett, wie sie ist – ein Vesper vor die Tür.

06:10 Uhr – Ich quälte mich aus dem Bett, richtete mich und lief dann langsam zur Bushaltestelle.

07:07 Uhr – Mittlerweile war ich mit dem Bus zum Bahnhof gefahren und mein Zug fuhr ab.

09:42 Uhr – Ich kam in Ulm an. Auf der Zugfahrt hatte ich mit einigen Personen Smalltalk gehalten. War sehr lustig.

10:12 Uhr – Weiter geht’s: München ist nur noch 2 Stunden entfernt. Super!

11:48 Uhr – Durchsage des Lokführers: „In wenigen Minuten erreichen wir München. Vielen Dank, dass sie mit der Deutschen Bahn gereist sind und ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag beziehungsweise eine Gute Weiterreise, falls sie dann noch nicht an ihrem Ziel sind und fahren sie doch bald wieder mit uns […].“ – So eine überschwängliche Durchsage hatte ich bisher nur im Flugzeug bekommen .

12:03 Uhr – Ankunft in München. Mal wieder Imaginäres Bodenküssen, beim Ausstieg aus dem Zug . Kaffeetrinken bei Starbuck’s. Anschließend Fahrt nach Possenhofen.

13:40 Uhr Zu früh kommen ist besser, als zu spät kommen. Bis um 2 musste ich noch warten…

14:00 Uhr – Zusammen mit Leiterin Fr. Zimmer und dem Stellvertreter gehts in eine Art Konferenzraum. Ich werde befragt und stelle auch Fragen. Lief eigentlich ganz gut. Anschlißend wird mir das Haus und die Zivi-Unterkunft gezeigt. Das Gebäude besteht aus sehr viel Glas und ist viel riesiger, als ich es mir vorgestellt habe, aber wunderschön. Hier zu arbeiten könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen. Ich hoffe noch immer, dass ich angenommen werde. Die beiden wollen sich mit ihrer Entscheidung bis Ende der Woche Zeit lassen

14:50 Uhr – Eigentlich wär nun meine S-Bahn zurück nach München gekommen, doch ich irrte immernoch alleine im Wald umher. Wollte eigentlich eine Abkürzung gehen, aber verirrte mich dann im Wald . Kein Wolf wollte mich fressen…

15:00 Uhr – Ich habe es wieder in die Zivilisation geschafft. Überall hier stehen Villen. Die Landschaft ist super. Endlich erreiche ich den Bahnhof Possenhofen.

15:10 Uhr – Eine S-Bahn nimmt mich mit zurück zum Hauptbahnhof. Dort wartet bereits mein Onkel auf mich. Zur Feier des Tages sollte es Sushi geben!

16:00 Uhr – Wir hatten uns am Vortag ein Sushi-Restaurant ausgesucht. Hier waren wir nun: Im Sushi-King im Radlsteg. Wow, Geschmacksexplosionen und Gaumenfreuden. Es gab u.a. Maki, Nigiri, California-Rolls, Gebratene Nudeln und Fritiertes und wir konnten wählen, was wir wollten, da es an einem Laufband an uns vorbeilief.

17:15 Uhr Scheiße ! Uns viel auf, dass mein Zug in 6 Minuten fahren würde. Das Schlimme: Wir waren noch immer 2 S-Bahnstationen vom Hautbahnhof entfernt. Wir versuchten es trotzdem UND fuhren sofort in die falsche Richtung . Nun waren wir 4 S-Bahnstationen entfernt. Also keine Chance mehr, den Zug noch zu erreichen.

17:20 Uhr – Die Bahn-Telefonauskunft sagte mir, es sei der letzte Zug, der an diesem Tag nach Villingen zurückgefahren wäre.

17:25 Uhr – Wir gehen zum Schalter. Hier müssen wir allerdings 45 Minuten warten, da die Mitarbeiter der Deutschen Bahn unfähig waren, 5 Kunden vor uns schneller zu bedienen.

18:10 Uhr – Es fährt um 18:39 Uhr noch ein Zug nach Rottweil, etwa 25km von Villingen entfernt. Diese Entfernung müsste ich dann wohl mit dem Taxi fahren.

18:29 Uhr – Mein Onkel stieg in seinen Zug zurück in seine schöne bayerische Kleinstadt (mehr dazu sag ich lieber nicht, um seine geliebte Anonymität nicht zu gefährden ).

18:39 Uhr – Zehn Minuten später fuhr auch mein Zug. Mein Bauch war aufgebläht von dem vielen Sushi. Ausserdem wurde ich von einem Geschäftsmann eingeengt, da er etwas fülliger war und sich unbedingt neben mich setzen wollte.

21:07 Uhr – Ich kam in Stuttgart an. Hier trank ich in einem Steakhouse erstmal gemütlich ein Bierchen. Anschließend gings mit dem Zug weiter.

22:15 Uhr – Ich rief mein Stammtaxiunternehmen „Taxi Bösinger“ an, das die mich vom Bahnhof Rottweil nach Villingen fahren. So war mir das lieber, als mit einem wildfremden Taxifahrer so weit fahren zu müssen.

23:52 Uhr – Endlich kam ich in Rottweil an. Da standen mehrere Taxi’s, aber ein Taxifahrer fragte „Herr Ratzinger?“ und so stieg ich bei diesem freundlichen Mann, mit dem ich mich gut unterhielt, ein.

00:30 Uhr – Müde und erschöpft nach einem solchen Tag, kam ich endlich Zuhause an. Tatsächlich hatte das Taxi 50 EUR gekostet.

Vielen Dank,. lieber Onkel P. – Du hattest mit deiner Schätzung tatsächlich recht. Ohne Deine Hilfe würde ich jetzt noch da stehen…

Hingeklatscht.

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Gruuuuezi,
[…]

In der Schule war heute Verkehrserziehung. Ich wusste gar nicht, dass es sowas in unserer Altersstufe noch gibt. Es war Dr. Herr Sommer, bei dem ich im Alter von 9 jahren schon meinen Führerschein (fürs Fahrrad) gemacht habe. War übel, was der uns für Fotos von unfällen gezeigt hat und so. Da möchte man nicht dabei sein. Ab 60km/h ist die Überlebenschance = Null.
Leider war die Verkehrserziehung von 9-11 Uhr. So vielen Wirtschaftslehre und Agrartechnologie aus. Das heißt, ich musste den ganzen restlichen Tag Chemie und Analytische Chemie über mich ergehen lassen.

Hab grad bei SchuelerVZ ne blog.de-Gruppe gefunden und so einige Leute erkannt. Unter anderem hab ich James0078, Soldat0815 und Schokikuss gefunden.

Der Bus in Villingen kann brutal stressen. Die Ansage, welche Haltestelle als nächstes kommt ist immer falsch. Er sagt: „Nächster Halt, Hallenbad“, wenn man grad erstmal am bahnhof ist. Technik-Schrott.

Ich werd jetzt noch den Nachmittag genießen.