Sachliche Romanze.

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Auch sowas muss mal sein:

Damen und Herren,

heute stelle ich Euch mein Lieblingsgedicht vor – ein Meisterwerk der Lyrik! Besonders weil mich das an alte Zeiten erinnert:

Sachliche Romanze
Erich Kästner

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

Zum ersten Mal in Bayern: GOLDFISCHEN.

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NEU Goldfischen klein f InternetBekanntlich wird in München und Umgebung kulturell sehr viel geboten. Ein sehr junges Theaterstück wird Ende März von einer kleinen, aber engagierten Theatergruppe aufgeführt. Wöchentlich zwischen 10 und 12 Stunden Arbeit waren ein halbes Jahr notwendig, um dieses Theaterstück präsentieren zu können. Es handelt sich um “Goldfischen” von Jan Neumann, das 2004 in Köln uraufgeführt wurde.

3 Personen und alle Hauptrollen: Martin (Julian Benz) und Katja (Leonie Pokutta), beide arbeitslos, besuchen ihren Freund Nick (Niklas Lüst), der gerade für die Abschlussprüfung büffelt. Sie wollen mit ihm feiern – Feiern ohne Ende. Das Leben ist eine große Party. Regel Nr. 1: Wer zuerst die Wahrheit sagt, ist der Loser. Regel Nr. 2: Menschen, die am Abgrund stehen, bekommen einen Schubs. Die beiden halten Nick vom Lernen ab, verschwenden sein Geld und krempeln seine Wohnung um. Nick vermasselt die Prüfung, hat Stress mit seiner Bank und hohe Schulden. Er ist am Ende. Nick kennt die beiden. Und spielt das Spiel mit – auf seine Art: Drogen, Sex, Partys und Spiele. Vieles bleibt verborgen, kommt erst am Ende des Stücks zum Vorschein – aber auch nur, wenn man tatsächlich aufgepasst hat.

Ein Krimi, der allerfeinsten Art, auch wenn man laut Darstellern noch die Silbe “Psycho-” anfügen sollte. “Es gibt zwar eine Art Fall, aber keinen Mord.”, so Regisseur Nikolaus Frei. “Vollkommen anders als althergebrachte Dramatik”  – wie das ZDF zu berichten weiß. Das Stück ist dort bereits bekannt, lief es doch schon auf dem ZDF Theaterkanal. NEU IMG_5072Zu dem Autor Jan Neumann besteht laut Regisseur Nikolaus Frei Kontakt, er wurde auch schon zur Aufführung eingeladen. Durch das Internet sei er auf das Theaterstück gestoßen, als er auf der Suche nach einem Theaterstück mit einer Besetzung von 3 Personen suchte. Man war sich schnell einig, dass dieses das Richtige sei. Auch die Altersklasse wird durch die 18- bis 20-jährigen Schauspieler optimal und realistisch dargestellt.
Auf die Frage, ob Leonie sich mit ihrer Rolle identifizieren könne, mNEU IMG_5113eine sie nur “Anfangs kam mir diese Rolle völlig fremd  vor, da ich ihre Verhaltens- und Vorgehensweise seltsam fand. Als ich aber nachdachte, was ich in einer solchen Situation machen würde, wurde mir klar, dass ich ähnlich reagieren würde”, “was sicher auch daran liegt, dass man im eigenen Leben ganz andere Wege einschlägt”, ergänzt Frei.
Als Schulaufführung würden die Gymnasiasten das Stück allerdings nicht bezeichnen. “Wir haben einen viel größeren Zeitrahmen dafür angesetzt und auch die Kosten waren viel höher, als für gewöhnliche Schulaufführungen. Dieses Stück muss man ganz oder gar nicht spielen – nett spielen ist hier nicht ausreichend – wir wollen 100 Prozent.
Die Jungschauspieler erhoffen sich keine großen Einnahmen, sondern gehen das ganze erst einmal bescheiden an: “Uns kommt es erstmal auf Erfahrungen an. Wir wollen uns etwas mit Psychologie auseinandersetzen.”, so Leonie und Niklas meint  “Ja, mir ist die Herausforderung, solch ein Stück zu spielen sehr wichtig”.
Das gesamte Stück wird aus dem Etat der Schule und besonders aus Spenden finanziert. Wer dieses tolles Projekt unterstützen will, kann gerne an einem der untenstehenden Termine vorbeischauen. RatzingerOnlin berichtet.

Aufführungen:
19. März 2009, 20:00 Uhr – Schloss Reichersbeuern, Aula
23. März 2009, 20:00 Uhr – Schloss Reichersbeuern, Aula
25. März 2009, 20:00 Uhr – Schloss Reichersbeuern, Aula
27. März 2009, 20:00 Uhr – Schloss Reichersbeuern, Aula
02. April 2009, 19:30 Uhr – “Blackbox”, Gasteig München

Etwa 90 Minuten.

Eintritt frei – Spenden erwünscht

Die offizielle Internetseite der Aufführung.


(c) Dominik Ratzinger

Essen war gut + Ich werde freier Autor… :)

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So…
Das mit dem Nach-Essen-Suchen war diesmal etwas harmloser. Meine Oma – ein Stockwerk höher wohnend – hatte mich bereits in ihre Kochplanung einberechnet und für uns beide Nürnberger Bratwürste mit Bohnen gekocht. Lecker. Meine Oma hätte statt Schneiderin Köchin werden sollen – aber sie kann beides gut.

Jetzt habe ich mich eben bei einem neuen Web 2.0-Portal angemeldet. Ich kann dort Texte schreiben (Textbroker) – sozusagen als „freier Autor“ – und bekomme eine Vergütung. Um zu testen, wie gut meine Fähigkeiten sind (ich bin ja noch jung und die befinden sich ja noch im Aufbau…), sollte ich einen 120 Wörter langen Text über meine Heimatstadt schreiben. Das ist daraus geworden:

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„Langeweile herrscht hier nie. In dieser kleinen Stadt am Rande des Schwarzwaldes, umgeben von großen Feldern und idyllischen Bauernhöfen, geht das Leben nachts weiter, wie es am Tage begonnen hat. Die Rede ist von der Kreisstadt Villingen-Schwenningen, die nicht nur im Bezug auf den Schwarzwald eine Grenzstadt zu sein scheint. Sie grenzt auch Baden von Württemberg ab und lässt zwei der wichtigsten Flüsse Deutschlands entspringen: Der Neckar in Schwenningen und die Brigach (aus der die Donau wird) in der Nähe Villingens. Aufgrund dessen, dass diese historische Stadt seit kurzem eine Stadt mit einer Fachhochschule ist, sieht man tagsüber immer mehr Studenten durch die Innenstadt pilgern, die auch nachts ihr junges Leben genießen wollen. Die berühmte Färberstraße – eine der längsten Kneipenmeilen Baden-Württembergs – ist das nächtliche Ziel der neuen, partybegeisterten Anwohner der Stadt. Die Polizei hat schon längst bemerkt, dass dieses Pflaster nachts gefährlich wird. Es werden Drogen verkauft, es gibt Schlägereien, selbst Schusswechsel hat es hier schon gegeben. Trotz der „nur“ 82.000 Einwohner kann Villingen-Schwenningen mittlerweile schon fast mit den Großstädten Deutschlands mithalten.“

Sicher noch kein literarisches Meisterwerk, aber was nicht ist, wird eines Tages sicher noch kommen. Und bis dahin heisst es: Üben, üben, üben – und dabei wird mir diese Plattform sicher helfen.

Jetzt mach ich erstmal ne Pause.
Bis später!


Bild: Zur Verfügung gestellt von Johannes Schätzler. Vielen Dank!