„La La Land“ nicht einmal „so lala“ – eine Hasstirade

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Wertvolle Lebenszeit vergeudet

Ich weiß noch, wie die ganze Welt über den 2016 erschienen Film La La Land gesprochen hat und welcher Hype regelrecht durch den Film ausgelöst wurde. Ich habe mir den Film heute angesehen und bin beeindruckt von der Leistung der Marketingabteilung, denn mit OFFENSICHTLICHEM MÜLL 200 Auszeichnungen abzuräumen und damit in der gleichen Liga wie Titanic zu spielen, ist eine Meisterleistung.

Als besonders peinlich sehe ich die Verleihungen von Auszeichnung an, die DIESEM Film eine Auszeichnung zusprechen, aber Filmanbieter wie Netflix und andere Streaminganbieter generell von der Verleihung ausschließen und sich damit dem natürlichen Fortschritt verwehren.

Fans von Flittchen kommen auf ihre Kosten

Zugegebenerweise ist das Wort MÜLL etwas drastisch formuliert und ich bin mir sicher, dass dies von Zuschauern, die sich gerne in einer Traumwelt zu – für meine Ohren ungeeignete – Jazzmusik umhertänzelnde Flittchen beim Fremdgehen – denn dies ist die Haupthandlung des Filmes – ansehen, komplett anders gesehen wird. Es mag mit meiner Vergangenheit zusammen hängen, dass ich zu diesem Publikum nicht gehöre, auch nicht zu den Fans traditioneller Jazzmusik und ebenso wenig bin ich ein besonders großer oder regelmäßiger Anschauer von Filmen des Genres Musikfilm. Aber auch kein Gegner, denn nachdem es zwar etwas dauerte mich zu überreden, Pitch Perfect anzusehen, stand ich diesem am Ende eher Positiv gegenüber.

In dieser formlosen Filmrezension, will ich einfach mal ein wenig über den Film abkotzen, der heute einige Zeit meines Lebens vergeudet hat:

Jazzmusik führt

Zu meinem während des Films durchgehend anhaltenden Würgereiz hat außerdem beigetragen, dass die – meiner Meinung nach – am weitesten von Musik entfernte „Musik“-Richtung Jazz während des gesamten Films Thema ist, Ryan Gosling dem natürlichen Aussterben dieser Richtung durch eine Lobrede darauf entgegenwirken will, ständig zu Jazz-Stücken sinnlos in der Gegend herumtanzt, später sogar eine Jazz-Bar eröffnet und eben in dieser Lobrede für Jazz spricht, indem er alles eher Negative hierzu als erhaltenswerten Vorteil darstellt, wie z.B. die Tatsache dass jeder einzelne Musiker einer Band gleichzeitig Komponist sein muss, der seinen eigenes Soloteil entwirft. Meiner Meinung nach der Grund dafür, warum sich Jazz für Menschen mit gewöhnlichem Musikgehör wie verschimmelter Brei mit Kapern anhört – jeder Musiker kocht sein eigenes Süppchen und mehrere Köche zur gleichen Zeit verderben den Brei. Auch wenn es nicht so ist, hört sich das Ergebnis meist dennoch an, wie Gruppe ohrenstöpseltragender Krabbelkinder während der allerersten Stunde musikalischer Früherziehung und jedes Kind darf beliebig auf den Instrumenten herumklopfen, blasen oder schlagen – Hauptsache es übertönt möglichst die anderen. Einklang oder Zusammenspiel scheinen unter Strafe verboten zu sein, während eigentlich eher verboten sein sollte – zum Wohle der akustischen Ästhetik – diese Musikrichtung künftig überhaupt zu spielen und mit den dieser Musikrichtung entstehenden Schmerzen nachfolgende Generationen zu quälen. Es gibt einen natürlichen Grund, warum die Musikrichtung ausstirbt – ein Film zu diesem Thema wird hoffentlich nicht zur Reanimation dieses entarteten Geschmacks beiführen.

Erfolg durch den Erfolg Anderer

Meiner Meinung nach gibt es einen Grund, warum der Film erfolgreich geworden ist. „La La Land“ bedient sich mehr als 60 Drehorten anderer bekannter Filme aus Hollywood und hierbei am Erfolg vieler anderer Filme, denn durch das Zeigen dieser Orte werden beim Zuschauer Emotionen und Erinnerungen an genau diese Orte, die dazugehörigen Filme und die damalige eigene Lebensphase geweckt. Durch diese Drehorte ist sozusagen „für jeden etwas dabei“. Die Kulissen sind tatsächlich schön anzusehen – aber das wären sie auch, würden sie in diesem Film nicht auftauchen.

Vielleicht doch eher Science Fiction?

Einziger Grund, warum es dann nicht dazu kam, dass ich mich tatsächlich über den Fernseher übergebe: Die Ablenkung, die immer wieder entstand, wenn die beiden – wie der „nach Hause telefonierende“ E.T. – Der Außerirdische in den 90er Jahren – in Richtung des Weltalls schwebten – wenn auch mit dem Unterschied, dass das bei den beiden tanzend geschah. Das Genre des Musikfilms mag nicht einfach zu verfilmen sein, aber hier entstand für mich beinahe der Eindruck in einem Billigeffekt-Sciencefiction-Film gelandet zu sein. Kurz nach der „E.T.-Szene“ tauchte dann noch Keith (John Legend) auf, der mit seinem Rollkragenpullover (aber ohne Vulkanier-Ohren) gekleidet war, als wäre er gerade vom Raumschiff Enterprise aus Star Wars gestiegen.

Traumszenen vielleicht doch Interpretation von Drogenräuschen?

Diese Szenen, die angebliche Traumphasen darstellen sollen, müssen meiner Interpretation nach – eher Folge eines schlechten Drogentrips der Protagonisten sein – da ein normaler Mensch während eines Traums defintiv weiß, dass für ein Tanz ein Untergrund erforderlich ist und die Ausführung eines jeden Tanzstils, in der Luft – wenn auch in Richtung der glitzernden Sterne schwebend – physikalisch aufgrund der in den Newtonschen Gesetze festgehaltenen Gravitation derzeit – zumindest in Erdnähe – eher nicht üblich ist und niemals jemand einen solchen Traum unter normalen Umständen haben wird, der nicht unter drogeninduziertem Realitätsverlust, einer noch nicht überweundenen Kindheit, einer Psychose durch ähnlichen Hollywood-Müll, dem Einfluss imaginärer Chemtrails oder an religiösem Fanatismus wegen Gehirnwäsche in Rahmen des islamistischen Dschihads leidet.

Preise sind nicht verdient

Ich bin von der grundsätzlichen Leistungen und den Filmveröffentlichungen die ansonsten in L.A. entstehen absolut begeistert, aber kann nicht verstehen wie ein Blindgänger dieser Art entstehen konnte und es ärgert mich umso mehr, dass dieser dann auch noch Auszeichnungen in enormer Anzahl erhalten konnte. Weder im Bereich der technischen Effekte, fesselnder Dialoge und noch nicht einmal einer einigermaßen interessanten Handlung kann der Film mit dem Klassiker Titanic mithalten.

Oscar-Nominierung ursächlich für andere Nominierungen?

Es entsteht fast der Eindruck, dass die Jury-Mitglieder der einzelnen Preisverleihungen insofern Mitläufer sind, als dass sie den Film rein auf Basis vorhergehender Verleihungen und Medienberichterstattung als Preisträger ausgewählt haben und dieser erst gar nicht angesehen wurde. Dass sich überhaupt Schauspieler gefunden haben, die nach Durchlesen des Drehbuchs tatsächlich an ein Mitwirken im Film interessiert waren zeigt, wie viele verzweifelte und arbeitslose Schauspieler tatsächlich in Hollywood zu leben scheinen.

Fremdgehen: Situation stets im letzten Moment vereitelt

Es spricht nichts gegen das Wechseln seiner Geschlechtspartner. Das kann jeder halten, wie er will. Wir leben in einer freien Welt. Vorausgesetzt man befindet sich in keiner Beziehung oder in einer offenen Beziehung oder beendet diese Beziehung wegen einem anderen Geschlechtspartner obwohl man dies nicht tun würde, wenn es diesen anderen Geschlechtspartner nicht gäbe. Kann man zwar machen – zeigt aber den extremen Arschloch-Charakter, da offensichtlich ist, dass man nur gewartet hat, bis jemand kommt, der interessanter ist. Wie verlockend diese Situation ist, habe ich in der Vergangenheit selbst am eigenen Leib erlebt. Ich persönlich habe mich immer kurz bevor es zum äußersten kam – und ja, darauf bin ich stolz – aus Respekt meiner jeweiligen eigentlichen Partnerin gegenüber, auch um mich weiterhin im Spiegel ansehen zu können, dagegen entschieden. Und mit „kurz bevor“ meine ich bereits mit Kondomen in der Tasche vor der Haustür meiner „Chance“ stehend, keine 5 Minuten vom möglichen Seitensprung entfernt. Und dabei wusste ich damals noch nicht einmal, was ich bei meiner Partnerin ausgelöst HÄTTE, hätte ich nicht im exakt letzten Moment reagiert, wie jeder Mensch in einer Partnerschaft hier reagieren müsste.

Erfahrungen ändern Ansichten

Mittlerweile weiß ich, was ich ausgelöst hätte, da ich am eigenen Leib verspüren musste, was es bedeutet, wenn die große Liebe vom einen Tag auf den anderen mit ihrem Vorgesetzten durchbrennt. Das zerstört Menschen und auch mich hätte es fast das Leben gekostet. Täglich bringen sich in Deutschland 20-40 Menschen als Folge einer fiesen Trennung um. Keiner spricht darüber, aber genau diese Art von Film ist es, die das Fremdgehen alltagsfähig macht. Die Romanze zwischen den beiden Protagonisten sorgt dafür, dass Fremdgehen verharmlost wird, dass es völlig Okay ist seine aktuelle Beziehung zu beenden, sobald eine neue interessante Person zur Verfügung steht, dass Loyalität und Treue nicht mehr „in“ sind, dafür aber der eigene Egoismus und impliziert durch Nichtdarstellung, dass verlassene Personen ohnehin keine Gefühle haben, dass es vollkommen egal ist ob man im Guten oder im Schlechten auseinander geht und egal ist, was mit der Person geschieht, mit der man jahrelang zusammen war. Mich persönlich hat das in ein riesiges Loch der Trauer geworfen, aus dem ich selbst nach 2 Jahren noch weit davon entfernt bin, aus diesem wieder herauszuklettern. Neben dem „Tod“ des Partners – so zumindest fühlt es sich an – muss man außerdem über den Verrat und die Enttäuschung hinweg kommen. Das ist aber nicht damit getan, dass man einfach versteht und verkraftet, was geschah – viel schwerer ist es, überhaupt wieder enge Bindungen zu Menschen zulassen zu können – je nach dem, was die hängengelassende Person genau ertragen musste und hängt davon ab, wie oft und wie lange man betrogen wurde, wie das Fremdgehen oder die Affäre aufgedeckt wurde, ob und wie die Trennung ablief und ob man vielleicht sogar gemeinsam daran arbeiten kann, weil sich die abenteuergeile Person doch besonnen hat, wen sie liebt und wem sie evtl. die ewige Treue versprochen hat.

Raffiniertes Verführen der liierten Frau Ursache für meine Aggression gegen den Film?

Aufgrund der Vorgeschichte bin ich also vorbelastet. Meine Reaktion entsprach somit nicht der völligen Gelangweiltheit anderer Zuschauer und auch nicht der Begeisterung der auszeichnenden Jurys, sondern in mir wuchs mit jedem Kuss, jedem der schrecklichen Tanzszenen, der erbärmlichen Dialoge und jedem einzelnen Jazz-Titels während der Tanzszenen eine Aggressivität, wie andere Menschen sie wahrscheinlich nur beim Bundesliga-Schauen oder abgestürzten Computer empfinden – gepaart mit der automatischen Transskription des Drehbuchs auf mein Leben und somit wurde jeder Satz von Sebästschiän (Ryan Gosling), mit dem er Mia (Emma Stone) den Seitensprung schönredet direkt in die Vorstellung umgewandelt, ob und welche Sätze hiervon möglicherweise auch damals auf meine große Liebe eingewirkt haben und dafür gesorgt haben, dass ihr damaliger Ausbildungsbeauftragter sie in sein Bett gelockt hat, obwohl sie doch – laut eigener Aussage vorher – die einzige Person weit und breit wäre, die „Privat“ und „Geschäft“ auseinander halten könne, ob es für sie auch das normalste und einfachste der Welt gewesen war sich zu trennen – wie Mia im Film – und stattdessen vielleicht genauso stolz war (wie Mia wirkte), den Ex endlich in den Abgrund getreten zu haben. Die während des Films in mir aufgebaute Aggressivität gegen den Film haben mich immerhin dazu bewogen, diese Hasstirade zu schreiben, die wohl aufgrund meiner gerade geschilderten Vorgeschichte leider leicht an einer normalen Filmbewertung vorbeischrammt. Aber immerhin wäre ich – wäre der Film nur 10% so scheiße gewesen, wie er tatsächlich war – gar nicht auf die Idee gekommen, überhaupt mal über einen Film zu schreiben – außer meiner regelmäßigen Berichte auf Twitter, sobald ich einen neuen Film gesehen habe oder eine Serie starte oder beende.

„Fremdficken“: Filme dieser Art machen das Thema ALLTAGSTAUGLICH

Inhaltsleere Müll-Filme mit Arschloch-Charakteren sind absolut ursächlich dafür, dass es heutzutage normal zu sein scheint, seinen Partner gegen den Nächstbesseren auszutauschen – außer meinem Fall gibt es noch sooo viele andere Fälle und Beispiele in meinem Umfeld, in Eurem Umfeld oder in prominentem Umfeld.

Beispiel 1: „Lombardi“

– Betrachte man zum Beispiel den Fall von Sarah Engels, die Pietro Lombardi mit Roberto, ihrer früheren Jugendliebe betrogen hat und dies dann sogar noch abstritt. Ich kann das Gefühl Pietros ziemlich gut nachempfinden, als er den Gerüchten, seine große Liebe würde fremdgehen, keinen Glauben schenken konnte und das das Abwegigste für ihn war. Erst aufrgrund eines Fotos gab es dann keinen Zweifel mehr.

Beispiel 2: „Fischer / Silbereisen“

– Auch Helene Fischer, die sich auf diese Art laut Medienberichten von Florian Silbereisen getrennt hat war dann wohl doch nicht professionell genug, um zwischen „Privatem“ und „Geschäftlichem“ zu unterscheiden. Sie ist nun mit einem der Tänzer ihrer Show zusammen.

Beispiel 3: „Wendler“

– auch wenn Michael Wendler behauptet, seine neue 18-jähige Liebe erst Wochen nach der Trennung mit seiner Frau kennengelernt zu haben, behaupten böse Zungen im Internet das Gegenteil. Fakt ist, dass der Wendler schon Tage nach der Trennung in einem Interview angibt wie die neue Freundin sein darf und die 18-jährige Laura da schon genau in das Raster passt, als hätte er sie bereits kennengelernt, heißt es.

Verantwortung beim Schlussmachen

Sicherlich werde ich mit diesem Blogeintrag keinen Autoren davon abhalten ein beschissenes Drehbuch zu schreiben – auch keinen Hollywood-Produzenten davon, einen Film zu produzieren, dessen einzige Fähigkeit es ist, die Lebenszeit hunderttausender Menschen zu vergeuden oder gar das Fremdgehen so als Romanze zu feiern dass einem ehrlichen Menschen – egal ob er noch an das Gerücht der „Wahren Liebe“ glaubt, oder auch nicht – während des Ansehens ein ständiges Kotzgefühl im Hals sitzt und auch werde ich niemanden davon abhalten können, der nicht direkt neben mir sitzt, sich Jazz-Musik reinzupfeifen bis sein Körper sich aus Reflex beginnt, selbst das Trommelfell aus den Ohren zu schneiden – aber vielleicht kann ich damit ein paar wenige, die diese Hasstirade zu Lesen bis hier hin geschafft haben haben (und das werden von den täglich 600 bis 800 Besuchern meines Blogs wahrscheinlich immerhin 10%, also 60 bis 80 Personen sein) dazu animieren, sich selbst über die eigene Loyalität, Ehrlichkeit und Treue Gedanken zu machen. Nicht, dass ich an allen Deutschen Tugenden festhalte – ich selbst sehe die Pünktlichkeit manchmal etwas zu flexibel – auch möchte ich kein Moralapostel sein, auch kein Spaßverderber und auch kein Verfechter der freien Liebe.

„Liebet und vermehret Euch“

– war schon immer in meinen Single-Zeiten einer der Leitsprüche, nach denen ich gelebt habe. Genauso war das aber auch der kategorische Imperativ von Immanuel Kant, der besagt:

„Handle immer nach der Maxime, durch die Du gleichzeitig wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz wird.“

Nun ist Fremdficken bereits offiziell legalisiert und war früher auch nur in der Ehe verboten, weshalb der Satz vielleicht nur für denjenigen gilt, der mit Eurem Partner ins Bett steiigt, aber nicht für Dich und auch nicht für den Partner.

Das was im Koran zu viel an Regeln zur Ehre vorhanden ist, ist in unserem freien, europäischen Leben zu wenig vorhanden. Es liegt komplett in unserer Hand, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen, ob wir egoistisch sind, ob wir andere mit Respekt behandeln, auch ob wir ehrlich sind, verantwortungsbewusst, ob wir Zivilcourage ausüben, ob wir Verräter und Abficker sind und den ganzen anderen wichtigen Scheiß. Freiheit ist gut, kann aber hier im schlimmsten Falle töten! Nur wenn man sich so verhält, wie es ein Ehrenmann / eine Ehrenfrau tut, kann man auch selbst erwarten, dass man so behandelt wird und nicht das Karma eines Tages wegen einem negativen Karmakonto in Form eines Inkasso-Moskau-Teams mit eher nicht so toller Überraschung sinnbildlich vor der eigenen Haustüre steht und unerwartet eine Abrechnung durchführen möchte.

Es kribbelt…

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…in meinen Fingern! Aber nicht, weil ich als Raucher einem erhöhten Schlaganfallrisiko ausgesetzt bin. Auch nicht, weil ich mich gerade frisch verliebt habe (da würde es wahrscheinlich eher an anderen Stellen „kribbeln“ 🙂 ) – sondern vielmehr, weil ich seit Monaten Lust habe, diesen Blog – und auch meinen Blog für neuartige Kommunikation – wieder mehr mit Inhalten zu füllen.

Dieser Blog

Bereits 2005, vor 12 Jahren (!) ist der „RatzingerOnline-Blog“ (RO) entstanden. Inhalte der Jahre 2005 und 2006 fielen meiner Zensur allzu pubertärer Inhalte zur Last. Wer nimmt einen schon ernst, wenn er bereits bestens über die pubertären Aufs und Abs des Bewerbers / Geschäftspartners bestens informiert ist?

Während in den Spitzenjahren 2007, 2008 und 2009 weitere hunderte von Artikeln entstanden – zugegeben – aus heutiger Sicht teilweise ebenfalls ziemlich pubertäre Artikel (die wohl teilweise demnächst auch mal wieder einer Selbstzensur zum Opfer fallen sollten…), aber auch viele Reise- und Erlebnisberichte, bezahlte und unbezahlte Rezensionen, offene Briefe, Geständnisse und mehr oder weniger sinnlose oder auch sinnvolle Artikel aller Art, habe ich in den letzten Jahren hier kaum noch etwas von mir gegeben.

Vielmehr habe ich mich ab 2009 mit dem „Microblogging“ (u.a. auf Twitter, Koornk, HelloTXT, Facebook, etc.) angefreundet. Eine kurze, schlagfertige, witzige und zusammengefasste Nachricht, die innerhalb weniger Sekunden auf etlichen Plattformen geteilt werden konnte und die aufgrund der geringen Textmenge schnelle Reaktionen erfuhr. Viele der damals genutzte Webservices und „Short Message Social Networks“ gibt es heutzutage gar nicht mehr. Genauso wenig wie blog.de – die Plattform, auf der dieser Blog ursprünglich entstand – übrigens im Rahmen eines einmonatigen München-Praktikums im Bundesamt für Strahlenschutz – damals war ich nämlich noch der Meinung, dass Naturwissenschaften mir bestens liegen würden.

Grund für meine skriptuelle Zurückhaltung in meinen Blogs (ja – schon damals war ich für meine nervigen Wortkreationen bekannt… xD) war mein turbulentes Leben in den letzen Jahren.

RÜCKBLICK

Meine letzten Jahre

In den letzten Jahren, seit 2007, ist so viel passiert… Erlebnisse, die ich nicht mehr missen will. Weder die Positiven; noch die Negativen.

2007

2007 schloss ich meine Ausbildung ab zum „Staatlich geprüften technischen Assistent für Agrar- und Umweltanalytik“ – einer Branche, mit der ich mich so gar nicht mehr identifizieren kann. „Wie viel Nitrat ist im Wasser?“ – „Wie viel XYZ ist im Kuhmist?“ – Ja, tatsächlich nahmen wir sogar Bodenproben in den Mund, um die Körnung und Konsistenz des Bodens zu bestimmen. Machen anscheinend selbst die Leute in Instituten für Bodenökologie. Ausnahme: Wenn mit Radioaktivität experimentiert wird…

2008

2008 war geprägt von jeder Menge guter Partys, z.B. Silvester in Ischgl.

2009

2009 verbrachte ich meinen Zivildienst in Possenhofen am Starnberger See und verliebte mich gleich in dieses Paradies, welches zufälligerweise auch diesen Namen trägt. „Paradies“ ist der Badestrand, der sich direkt an meiner „Dienststelle“, der Jugendherberge Possenhofen befand. ich entschloss mich, dieses Fleckchen Erde später in direkter Umgebung meines Wohnortes haben zu wollen. Es war nicht die Tatsache in unmittelbarer Nachbarschaft von bekannten Leuten, wie Peter Maffay zu wohnen, sondern neben einem tollen, milden Klima, sorgte der direkte Alpenblick und die Bademöglichkeit direkt vor der Haustüre zu einem weit positiveren Lebensstandard, als in meiner ursprünglichen Heimat Villingen-Schwenningen, in der es immer kalt ist und die Bordsteine für meinen Geschmack deutlich zu früh hochgeklappt werden, wenn sie dann überhaupt mal richtig heruntergeklappt sind. Maidults, Brauchtum, das Oktoberfest, viele junge Leute und Abenteuer machten 2009 zu DEM JAHR ÜBERHAUPT – ganz egal, ob mir da mal zwischendurch vom Wehrbeauftragten geraten wurde, mich über die Grenze nach Tschechien auf Fahnenflucht zu begeben und nie wieder nach Deutschland zurückzukehren. Ich war eben keiner, der sich alles gefallen ließ, sondern arbeitete maximal nach Gesetz und bestand auf meinen Rechten. Possenhofen, einst Wohnort Sissis, der späteren Kaiserin Elisabeth von und zu Österreich und Gemahlin vom Kaiser Franz ist schließlich auch nur 25 S-Bahn-Minuten vom Marienplatz München, meiner Lieblingsstadt und die „Weltstadt mit Herz“, wie sie sich selbst nennt, entfernt. Und noch immer überkommt mich eine Gänsehaut, „Heimweh“ und der Wunsch, sofort hier zu wohnen, wenn ich nur an diesen Ort denke und/oder Bilder sehe.

2010

2010 stärkte mich der Außendienst für Vodafone und andere Telekommunikationsdienstleister so sehr mein Selbstbewusstsein, dass ich mich erstmals in der Lage fühlte, ein Unternehmen zu führen. So machte ich mich 2010 mit der „Agentur für neuartige Kommunikation“ selbstständig und leite die Werbeagentur noch heute. Bis 2017 brachte ich nicht nur 1100 Privatkunden aus der Region dazu, Ihren Anbieter für Telekommunikation und/oder Strom/Gas zu wechseln, sondern erstellte außerdem knapp 50 Webseiten für Unternehmen aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien. 2010 war ich mit Antonia zusammen.

2011

2011 lernte ich eine ganz besondere Person kennen. Trotz großer Hürden, wie Hass und Strafanzeigen aus dem direkten Umfeld entwickelte sich schnell eine innige Liebe. Etwas, wie ich es in den vorherigen 5 Beziehungen nie verspürt hatte. Ich hatte das Gefühl, zwischen Jacki und mir wäre ein Band, was niemals irgendjemand irgendwann kaputt kriegen könnte. Statt Langeweile oder Desinteresse, die mich sonst bereits nach wenigen Monaten Partnerschaft heimsuchten – teilweise sogar noch bevor ich die Dame Eltern oder Freunden vorstellen konnte – hatte ich hier erstmals das Gefühl, endlich gefunden zu haben, was ich gar nicht für möglich hielt und somit auch in der Vergangenheit nicht suchte. Eine Seelenverwandtschaft einerseits, einen ständigen Rückhalt, Fels und eine Bewunderin auf Gegenseitigkeit andererseits. Und war sie in den Augen vieler viel zu jung um meine Freundin zu sein, beeindruckte sie mich immer wieder auf nicht zählbare Arten und Weisen. Wir kamen zusammen im Oktober, nahmen uns aber vor, wenn wir eines Tages eine Beziehung führen würden, den 18. August als unseren Jahrestag zu wählen. An diesem Tag hatten wir uns erstmals offenbart und fiktiv über eine Beziehung gesprochen. In 5.000 SMS allein 2011 und unzähligen, teilweise geheimen Treffen kamen wir uns näher.

2012

2012 plünderte Opa Thiele durch Kauf von fast 100 Rollen Klopapier eine Schlecker-Filiale, denn die Pleite des Drogerie-Riesen wurde zur Sorge hunderter Mitarbeiterinnen. Für mich war 2012 aber ein Jahr des Aufschwungs. Ich betrieb meine Firma erstmals nicht mehr aus der elterlichen Keller-Wohnung, sondern zog aus, um den Konkurrenten das Fürchten zu Lehren. Neben meinem Umzug zum Kopsbühl, stand mir von nun an mein erstes eigenes Auto, ein BMW 116i zur Verfügung – in „Gold“ – wie ich braun glänzenden Farbton interpretierte. Neben einer überragenden Aussicht über die Stadt war die Tatsache, dass es sich um eine Maisonette-Wohnung handelte Auslöser für die Wahl der Kopsbühl-Wohnung und der Farbton des Autos einer der Auslöser der Autowahl. Die Aussicht fand ich so überragend, dass ich 2012 eine Live-Webcam auf meinem oberen Balkon installierte, welche 24h rund um die Uhr minütlich aktuelle Aufnahmen ins WWW sendet. Neben dem Testen einiger Hotels, u.a. in Bad Grießbach, verbrachte ich das Jahr damit, Jacki auf Händen zu tragen und mich fortzubilden, denn 2013 sollte Technik Einzug in unser Non-Smart-Home halten:

2013

2013 entwickelte ich ELENA – das elektronische Nachrichten- und Ansagesystem, welches neben Statusinformationen wie „Die Waschmaschine kann ausgeräumt werden!“ alle wichtigen Infos auf einem Tabletdisplay darstellen konnte. Technischer Schnickschnack hielt Einzug in unserem Haushalt, doch nicht ohne Grund: Von nun an bot ich mit meiner Agentur für neuartige Kommuikation neben den bisherigen Leistungen auch die Einrichtung eines „Smart Home“ an, da ich hier noch eine große Lücke in der Versorgung entdecken konnte. Als Experimentierplattform musste meine eigene Wohnung herhalten. Egal ob der Kunde eher die Sicherheit im Überblick behalten wollte, weitere Komfortfunktionen nutzen wollte oder die Macht über Heizung, Licht, Fernseher oder andere Geräte Zuhause auf Knopfdruck, über die Ferne via Smartphone und neuerdings sogar via Voice haben wollte – kein Wunsch blieb dank der Kopplung von ELENA an bestehende Systeme, wie Homematic, Amazons Alexa oder Google Home unerfüllt. Meine Wohnung wurde zur ersten live twitternden Wohnung weltweit. Auch privat entwickelte sich alles prächtig. Wir bekamen Zuwachs. Jacki wusste es, wie sie mich zum glücklichsten Mann der Welt machen konnte und auch ich wollte dieses mir so ans (ins!) Herz gewachsene Mädchen nicht mehr missen. Zu wissen, was es bedeutet von einander zwangsgetrennt zu sein, konnten wir 2013 mit neuen Freiheiten ins Leben starten und wussten daher die gemeinsame Zeit umso mehr zu schätzen. Wir unternahmen unsere erste Fahrt nach München und wir nächtigten in meiner früheren Dienststelle, mitten im „Paradies„, von dem auch sie total begeistert war. Noch einige Fahrten zu diesem Ort sollten folgen – auch teilweise, wenn wir nur auf der Rückreise von einem anderen Ort an Possenhofen vorbeifuhren. 2013 verbrachte ich meinen Urlaub auf Gran Canaria und feierte zusammen mit Tausenden den kanarischen Karneval – eher vergleichbar mit dem Karneval do Brasil statt der Villinger Fasnet. Am Flughafen lernte ich Matthias Reim persönlich kennen (oder er mich…). Während der Urlaubs fiel mir auf, dass es keine deutschsprachige Werbeagentur auf der Insel gab. Ich erweiterte also den „Einzugsbereich“ bis auf die Insel und hatte die Chance gleich für einen touristischen Betrieb mit der Gestaltung der neuen Website durchzustarten.

2014

2014 – neben meinem Zivildienstjahr 2009 – eines meiner glücklichsten und tollsten Jahre überhaupt. Nicht, weil mein Smarthome-Video über 120.000 Views hatte und mich mit meinen Leistungen noch weiter in die Öffentlichkeit brachte; vielmehr war ich 2014 privat glücklich wie nie. Die Liebe von Jacki und mir wurde immer mehr akzeptiert und wir reisten und ausflugten, was das Zeug hielt. Frankreich, das Saarland, Bayern und Baden-Württemberg waren nicht vor uns sicher. Neben dem Erkunden neuer Landschaften und Städte, erkundeten wir insbesondere die Felder der Kundenzufriedenheit – eine weitere meiner Leistungen und ließen uns von McDonald’s und „richtigen Restaurants“, Modemarken und Telekommunikationsunternehmen einladen. So war neben den tollen Ausflügen auch der Lebensunterhalt gesichert und die Zeit auf dem Sofa wurde durch unzählige unvergessliche Momente im Auto ersetzt. Jacki hatte viel Zeit, weil die Schule bereits zu Ende war und die neue Ausbildung noch nicht begonnen hatte und wir nutzten jede Sekunde, unterwegs zu sein. Ein Leben ohne dieses Mädchen….. undenkbar. Das war auch Grund, warum ich ihr in einer Krise bis Kroatien hinherreiste, wo sie ihren Urlaub verbrachte. Bis ans Ende der Welt würde ich für dieses Mädchen gehen. Ich versuchte wirklich alles, ihr meine Liebe zu beweisen und schaffte es schließlich durch Basteln einer Ohne-Dominik-Box, das Anmieten einer Plakatwand mit dren Worten „Ich liebe Dich, Jacki“, lange Gespräche und mit Baustellenkreide auf Straße geschriebenem Liebesgeständnis, die Krise langsam aber sicher zu zerstören. Immer wenn wir beisammen waren, waren wir perfekt; war alles perfekt. Nur immer, wenn wir nicht beieinander waren, zickten wir uns an. Das änderte aber nichts an unserem Glück. 2014 war Jacki zum ersten Mal bei meinen geliebten World Hosting Days im Europapark dabei. Wir sahen die Venga Boys live, ebenso Right Said Fred („I’m too sexy for my shirt…“), eine Burlesque-Tänzerin und sexy Tabledancerinnen. Die Tatsache, dass sie damit kein Problem hatte, dass auf geschäftlichen Events auch so etwas mal zu sehen ist und sie – im Gegensatz zu vergangenen Beziehungen – keine Szene machte, zeigte mir wie cool sie war und dass sie wirklich die richtige – die „Eine“ – sein musste. An ihrem Geburtstag machten wir mal wieder eine Schwarzwald-Rundtour durch den verschneiten Schwarzwald und gingen zuerst in Freudenstadt mexikanisch essen und anschließend in Offenburg zur Teddy Show. Wir waren spät dran, parkten dreist direkt vor der Türe und ließen extra für uns noch weitere Stühle aufstellen. Wir konnten uns kaum halten vor Lachen – ein perfekter Abschluss von 2014.

2015

2015 ging es weiter, wie es 2014 geendet hatte. Wir machten viele Fahrten und Ausflüge. Ich machte es zu meiner Aufgabe, Jacki zu zeigen, was gut ist und so wurde sie ebenso Sushisüchtig, wie ich es bin. Die Zahl an Übernachtungen an schönen Orten stieg – mal im Hotel, in der Jugendherberge (meiner Jugendherberge!), in Privatwohnungen (via Airbnb vermietet) und auch im Auto. Es gab nichts tolleres, einen Tag mit Jacki zu verbringen, ihr zuzusehen, wie ihr Haar während der Fahrt im geöffneten Fenster wehte, sie Selfies von uns schoss während ich das Auto steuerte und wir dann am Abend schließlich nebeneinander einschliefen. Und dabei war ganz egal, ob das Hotel 5 Sterne hatte oder keinen. Ich hätte sogar unter einer Brücke mit ihr geschlafen, wenn es hätte sein müssen! Wir besuchten das Oktoberfest. Ihr Fetisch für Dirndl machte sich bezahlt, weil die Auswahl eines möglichen Outfits daher nicht gering war. Ich dagegen trug zwar eine Lederhosn, geliehen, die aber so groß war, dass man mich entweder als Lederhosn-Leiher oder Ehemals-150kg-Mann einschätzen musste, wenn man mich so über die Wiesn schlendern sah. Wir verbrachten Stunden im Teufelsrad, waren fasziniert vom Gewusel auf dem Oktoberfest, das an einen Ameisenhaufen erinnerte und saugten die Stimmung dieses besonderen, traditionellen Volksfestes nahezu in uns auf. Auf den ersten Besuch hier sollte auch 2016 ein weiterer Besuch folgen. In wahrscheinlich tagelanger Kleinstarbeit bastelte Jacki mir 2015 einen unbeschreiblich tollen Adventskalender mit filigran ausgeschnittenen Schneeflocken und noch tollerem Inhalt. Mit meiner Agentur konnte ich auch 2015 einige lukrative Projekte an Land ziehen, u.a. durch Gestaltung von Internetseiten zweier größerer Unternehmen und zahlreicher kleinerer Firmen.

2016

2016 wurden wir wieder mehrmals magisch von München angezogen. Wir lernten eine tolle Band, Konnexion Balkon kennen. Während des absoluten Pflicht-Events, den World Hosting Days im Europapark, sahen wir den Europapark-Tänzerinnen beim Einstudieren der saisonalen Tänze zu und genossen ein Live-Konzert, u.a. von Boney M. Weiteres von mir geliebtes Event, welches jedes Jahr auf dem Pflichtprogramm steht, war das CHI Spring- und Dressurreitturnier, das „Fürst-Joachim-zu-Fürstenberg-Gedächtnisturnier“, bei welchem ich wieder die Möglichkeit nutzte, einige internationale Reiter persönlich kennenzulernen, was spät abends und sehr feucht-fröhlich in der „Fairway Bar“ des Öschberghofs endete. Wir verabredeten uns auch für die kommenden Jahre. Von nun an sollte hieraus – auch für mich, als einziger Nicht-mehr- & Nie -Turnier-Reiter – eine Tradition werden. Während ich beinahe das Gefühl hatte, das Glück mit dem Löffel gegessen zu haben, ereilte mich dann 2017 ein Schicksalsschlag.

2017

2017 – ein Jahr, welches ich gerne nie erlebt hätte. Viele geliebte Personen hatte ich in meinem Leben bereits verloren. Selten durch Tod, eher durchLügen, Intrigen und die jeweils nachträgliche Feststellung, dass meine Menschenkenntnis mich wieder einmal aufs Kreuz gelegt hatte. Aber man hätte mir alles nehmen können; ich wäre dennoch – mit Jacki an meiner Seite – einer der glücklichsten Menschen der Welt geblieben. Doch das Schicksal wollte es anders. Obwohl wir von Kindern, einem Haus, einem Leben auf dem Dorf, einer Hochzeit geträumt hatten, wurde mir 2017 genommen, was mir am Allerwertvollsten war und was mich bisher über jeden Verlust locker hinweg getröstet hatte. Zum ersten Mal stellte ich fest, wie ungerecht das Leben sein kann. Ich hatte keine Chance; konnte nur zusehen.

Heute

Heute, 8 Monate nachdem sie das letzte Mal bei mir Arm lag, ich sie die Worte „Ich liebe Dich“ flüstern hören konnte und mich ohne weiteres zu den zu den obersten 1.000 of the luckies man on the world zählen konnte, bleibt mir nichts, außer die Erinnerung an die Zeit. An die tollste Zeit in meinem Leben. An das Gefühl, wie es sich anfühlt unendlich geliebt zu werden. An das Gefühl, dass jemand auf einen wartet, wenn man nach Hause kommt. Und ich bin dankbar für jede Sekunde, in der ich dieses Glück spüren durfte. Es gibt Menschen, die so etwas im ganzen Leben nicht erleben dürfen. Ich durfte. Und heute weiß ich es zu schätzen; noch mehr als zu der Zeit als wir beide Arm in Arm liegend so tief und fest schlafen konnten, wie es uns ohne den anderen nie möglich war. Noch mehr als zu der Zeit, als wir über die Zukunft sprachen, so, als hätten wir noch Jahrzehnte des gemeinsamen Lebens vor uns und nicht ahnten, dass unser Glück nur 6 Jahre lang anhalten würde. Und sogar noch mehr, als ich sie stolz vor Freunden und Geschäftspartnern als meine Freundin vorstellen konnte, als mein Mädchen und sie „Schatz“ und „Baby“ nennen durfte und genannt wurde, trotz der Tatsache dass Romantik und insbesondere Kosenamen nie etwas war, wofür Jacki stand.

Und weil wir uns die ewige Treue, in Guten wie in Schlechten Zeiten versprochen hatten und ich nicht nur eine Freundin, MEINE FREUNDIN, sondern auch eine seelenverwandte, faszinierende, so facetten- und abwechslungsreiche, tolle und interessante Person, meine Beraterin und Stütze, die mit ihrem Strahlen wie das Strahlen Sonne alles Dunkle und Schlechte in meinem Leben so minimal und klein aussehen lassen konnte, dass mein Leben über diese absolut sorgenfrei gewesen ist und mir mit ihrer besonderen Art 6 Jahre lang zeigte, dass es noch ehrliche, aufrichtige Menschen mit großem Herz auf der Welt gibt und die aufrichtige Liebe nicht der Fantasie dutzender Happy-End-verliebter Hollywood-Drehbuchautoren entsprang, sondern es sie tatsächlich gibt – besonders wegen dieser Punkte, fällt es mir so schwer, dieses besondere Band für immer aufzugeben. Ein Happy End gab es nicht für uns. Jeder Tag ist ein besonderer Kampf. Morgens fehlt die Energie und der Sinn in den Tag zu starten und abends wundere ich mich doch wieder, dass ich es trotz Aussichtslosigkeit geschafft habe. Ein Kampf, zu verstehen, dass sie nicht mehr da ist. Ein Kampf mehrmals pro Stunde an eine abgefahrene Zeit erinnert zu werden, ohne zusammenzubrechen. Ein Kampf, die Alpträume zu überstehen oder – wenn es mal ein guter Traum war – am Morgen zu erwachen und festzustellen, dass das gerade wieder erlebte Glück nicht mehr war, wie Fiktion und Wunschgedanken. Ein Kampf zu verkraften, dass es nichts gibt, das mir MEINE JACKI zurückbringen kann. Und ein Kampf, mir selbst zu beweisen, dass ich noch der starke Mann von einst – und kein gebrochener Mann – bin.

Einziger beruflicher Erfolg in 2017 war die Berichterstattung von Schwarzwälder Bote und FOCUS online über meine Smarthome-Aktivitäten.

Bild: Hintergrundbild, Abbildung Tastatur /erstellt von Michael Maggs (CC BY-SA 3.0) / Wikimedia Foundation, Originaltitle: QWERTY keyboard, on 2007 Sony Vaio laptop computer

Neuausrichtung

Nicht nur mein Privatleben ist im Umbruch. So auch dieser Blog. Soeben habe ich bewiesen, dass ich es noch kann: Geduldig an einem Artikel zu schreiben. Jetzt muss ich mir nur noch Kontinuität beweisen und hoffe, dass der nächste Blogeintrag bald folgt. Themen sollen meine aktuellen Interessengebiete sein. Dazu gehören derzeit:

  • Smart Home (bevorzugt von mir genutzte Systeme), z.B.
    • Amazon Alexa
    • Google Home
    • Homematic von eQ3 und Zubehör
  • Smartphones
    • bevorzugt Android-Geräte und
    • dazugehörige Tools & Apps,
    • Tipps & Tricks
  • Verschiedene Programmierung, Skriptbeispiele und Codesnippets
    • für Windows und windowsbasierte Software
    • zur Steuerung von Geräten (u.a. Samsung Smart TV)
    • für das Internet
    • für Smarthome-Systeme
  • Erlebnisberichte
    • von Reisen und Events
    • sonstigen privaten Erlebnissen
      • auch um mir wieder eine Art Ventil zu verschaffen oder
      • Antworten zu finden für Dinge, deren Entscheidung mir nicht fallen und dem entsprechenden
      • Brainstorming hierzu oder mit der
      • Bitte um Kommentare
  • Geschichten aus dem Alltag einer Werbeagentur

Ich hoffe, Euch mit diesem Artikel nicht gelangweilt zu haben, sondern einen interessanten Überblick über die letzten Jahre geboten zu haben. Und falls nicht, so werden vielleicht wenigstens die künftigen Inhalte Euer Interesse finden.

Bis bald,
Dominik