Von dem peinlichen Versuch aus schon verlorenen Kunden noch Geld zu machen

Veröffentlicht am

Wie eine deutsche Onlinefirma versucht, 2 Jahre nach Kündigung aus diesem (nicht mehr vorhandenen Vertrag) Profit zu schlagen…

Mit meiner Firma, der Agentur für neuartige Kommunikation feiere ich bald 10-jähriges Firmenjubiläum. In der Zeit hat man natürlich viele Möglichkeiten probiert, besser zu werden – mal das Tool getestet, mal die Software verwendet. 2014 fand ich online ein CRM-Tool, also ein Programm zur Verwaltung meiner Kunden und Kontakte und den entsprechenden Projektdaten und das war ganz praktisch, jedoch entschied ich mich im Januar 2016 den Vertrag zu kündigen. Doch das möchte man bei der Firma 42he scheinbar bis heute nicht wahrhaben…

Heute erhielt ich um 11:11 Uhr (passende Uhrzeit für sowas….) eine Mail (auch noch aus KÖLN!), in welcher angegeben war, dass ich dem Unternehmen noch 228,00 EUR schulden würde. „Boah, wieder nerviger Schreibkram!“, dachte ich mir und machte mich schon auf die Suche nach dem damaligen Faxsendenachweis, da ich mich noch gut erinnern konnte, das Produkt gekündigt zu haben.

Das Unternehmen ließ mir 51 Minuten Zeit zu reagieren – da meldete man sich schon telefonisch. Es gäbe Offenstände, meinte eine sehr forsche, junge Dame zu mir, aber ich freute mich über den Anruf, da ich die Hoffnung hatte, mir den schon befürchteten Schreibkram doch sparen zu können. Ja – manchmal bin ich eben extreeeem optimistisch…

Nach Nennung des Betrags entgegnete ich der Dame, dass mein Vertrag bereits fristgemäß gekündigt worden war – per Fax. Das wollte sie mir nicht glauben, denn angeblich gäbe es in der Firma gar kein Faxgerät. Das wunderte mich etwas – hatte ich doch vorhin noch meinen Faxsendebericht mit Status „OK“ gefunden. Leider wollte mein Computer in dem Moment nicht so wie ich und ich war die Dame, mich in wenigen Minuten noch einmal anzurufen, dass ich ihr Mitteilung könnte, wohin ich das Fax damals gesendet hatte.

Das Telefon klingelte, jedoch befand sich mein Computer noch beim Update. Ich bat sie, nur noch einmal fünf Minuten Zeit zu geben.

Endlich konnte ich den Faxsendebericht nochmals öffnen und hatte die Telefonnummer, die ich ihr dann auch durch das kurz darauf klingelte Telefon mitteilte. „Das ist unsere Telefonnummer!“, entgegnete sie. „Und außerdem akzeptieren wir gar keine Faxe, extra ein System entwickelt haben, der Kunde sich selbst online abmelden kann!“

Ich wollte die Situation ja nicht gleich eskalieren, atmete durch unerwiderte: „Ich finde es klasse, dass sieht den Kunden den weg der Kündigung erleichtern. Das machen aber leider viel zu wenige Firmen und genau deswegen suche auch nach so einem System finde, sondern kündige per Schriftform – in diesem Fall per Fax – um Missverständnisse zu vermeiden und einen Beleg in der Hand zu haben.“ Sie betonte noch mal, dass das bei Centralstation nur online ginge.

Mit der Zeit wurde ihr Ton lauter, die Antworten teilweise patzig, dennoch musste ich dir einfach sagen, dass die Richtlinien der Firma mich eigentlich gar nicht interessierten, sondern ich so kündige, wie es das Gesetz vorsieht.

Dafür, dass man angeblich nicht per Fax kündigen könne, da wundert es mich dann aber doch, dass ich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma lesen konnte:

Auszug der AGB von CentralStation CRM (42he)

Nicht nur, dass da angegeben ist, dass es ein Fax gibt – nicht einmal eine richtige E-Mail-Adresse meint das Unternehmen dort angeben zu müssen.

Wenn ein Unternehmen den Widerruf per Fax anbietet, kann man wohl davon ausgehen, dass auch eine Kündigung per Fax akzeptiert wird. Und wenn nicht – auch egal. Das Gesetz erlaubt es.

Wenn der Widerruf per Fax möglich ist, muss es ja auch irgendwo eine Faxnummer geben – wenn sie schon nicht da steht, wo man nach ihr sucht – in der Widerrufsbelehrung. Ich blätterte damals auf Seite 2 der AGB und sah im Briefkopf:

AGB von CentralStation – Seite 1, Briefkopf

Ah, eine Nummer! Steht zwar nicht dran, ob Telefon oder Fax – aber da es ja offensichtlich ein Fax gibt, wird das eine Nummer sein, die Telefonate UND Faxe empfangen kann, dachte ich mir damals.

Es wurde immer abenteuerlicher und die Dame erzählte mir plötzlich, dass es aber seit Oktober 2016 ein Gesetz gäbe, der Onlineinhalte auch nur online kündigen lässt – also Fax sei gar nicht möglich. Das mag ja sein – aber meine Kündigung stammte aus Februar 2016. Das wollte sie nicht so ganz wahrhaben und es entstand eine richtige Diskussion, in der auch ich dann langsam etwas wütend wurde.

Ich hatte das Fax am 02.02.2016 an die dort angegebene Nummer gesendet … und: Tatertata! Natüüürlich eine Sendebestätigung bekommen. Ich solle ihr diese zukommen lassen und ich fragte sie, ob sie sich denn dann entschuldigen würde, wenn sie dann merke, dass sie sich geirrt habe, was sie sofort ablehnte, da die Kündigung per Fax doch gar nicht rechtmäßig sei. Aber warum wollte sie denn dann den Faxsendenachweis?

Meine Geduld war am Ende. Sie betonte noch mal, dass der Betrag bei uns beglichen werden müsse und ich erfahre ihr, zu klagen aber machte ihr keinen Mut, was die Erfolgsaussichten dieser Bemühung wären.

Auf Stufe 10 das hat sich Patzigkeitslevels angekommen, kündigt sie an, ein Inkassounternehmen einzuschalten.

Ich bin mir sicher, dass sich spätestens dann eine Klärung findet, denn diesen dürfte die rechtliche Situation auf den ersten Blick klar sein, sobald ich denen den Link zu diesem Artikel zukommen lasse.

PEINLICH CENTRALSTATIONCRM – SEHR, SEHR PEINLICH!

PS: Per Spracheingabe „geschrieben“ und daher vielleicht nicht ganz fehlerfrei 😉 …

PPS: Hier mein Faxsendenachweis 🙂 :

Faxsendenachweis an 42he vom 02.02.2016

Betrug bei Maxdome: Feedback.

Veröffentlicht am

UPDATE 05.01.09: 1und1 hat mittlerweile nachgegeben. Maxdome Premium gekündigt!

Eben zu diesem Eintrag zur Firma Maxdome folgende Nachricht erhalten… Scheint größerer Betrug zu sein.

Hallo Dominik,

ich habe Dein Problem mit Maxdome gelesen.

Ich habe momentan das gleiche Problem.

Ich lass mir das aber nicht gefallen und habe mir einen Anwalt besorgt.

Trotz anwaltlichem Schreiben wollen Sie mir ab 08.12 den Anschluss stilllegen.Bin mal gespannt…

Wenn Du was Neues  über diese Mistfirma weißt kannst Du mir ja antworten.

 

Vielen Dank für jede Rückmeldung!

Betrug bei 1und1 und Maxdome.

Veröffentlicht am

UPDATE 05.01.09: 1und1 hat mittlerweile nachgegeben. Maxdome Premium gekündigt!

An Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V. Paulinenstr. 47

D-70178 Stuttgart

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Beschwerde gegen die Firma 1&1 Internet AG, sowie deren Firma Maxdome erheben. Ich erhielt einen Anruf der Firma 1&1 wegen einer „Sonderaktion“ von Maxdome. Mitarbeiter XXX bot mir ein Testangebot des „Premium-Pakets“ an, ich würde aber noch eine Bestätigungs-E-Mail bekommen, in der ich das Angebot bestätigen müsse und erst dann würde ein Vertrag zustande kommen, der sich nach dieser Probezeit verlängert. Eine solche E-Mail erhielt ich nie. Stattdessen eine nach einigen Wochen eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 19,99 EUR.

Ich legte schriftlich Widerspruch gegen die Rechnung ein. Nach einigen Tagen erhielt ich eine Zahlungsaufforderung, ich solle den Betrag überweisen. Nie erhielt ich eine Antwort auf den von mir übersandten Einspruch gegen die Rechnung. Der Skandal: Mein Telefonanschluss wurde gesperrt. Zwangsweise musste ich den Betrag bezahlen, da ich auf meinen Telefonanschluss angewiesen bin.

Im Internet sind Hunderte von wütenden Kunden zu finden, die auf diese Weise auf 1&1 reinfielen – das Schema immer das gleiche.

Bis heute habe ich keine Antwort erhalten und nun eine Kündigung meines Anschlusses bei 1&1 beantragt. Ich hoffe, dass Sie mir und weiteren Kunden in diesem Falle weiterhelfen können und fordern, dass ein solches Vorgehen der Firma 1&1 in Zukunft unterlassen wird.

Mit freundlichem Gruß,

An

1und1 Internet AG Elgendorfer Straße 57

D-56410 Montabaur

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich unseren 1&1-Anschluss zum 01. Januar 2008. Ihre Vorgehensweise im Falle meiner Reklamation über die Rechnung von Oktober 2008 war eindeutig falsch und nicht gesetzmäßig:

  1. Der Rechnungsbetrag müsste – für eine Sperrung – mindestens 75 EUR betragen.

  2. Sie dürfen den Anschluss nicht sperren, wenn es sich nicht um Verzug, sondern um eine Reklamation der Rechnung handelt.

  3. Die Reklamation meinerseits wurde durch Ihre Firma – trotz Einschreiben mit Rückschein – ignoriert und ich erhielt nie eine Antwort.

Ich beziehe mich u.a. auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 17. April 2008. Somit ist es mir gestattet, von dem Vertrag zurückzutreten, bzw. diesen zu kündigen.

Ich bestehe auf eine Rückzahlung der beanstandeten Gebühren, die durch meinen nicht geschlossenen Maxdome-Vertrag zustande gekommen sein sollen. Wie auch ich, fühlen sich hunderte von Kunden geprellt und um Ihr Geld betrogen. Sollten Sie dieser Kündigung widersprechen, bzw. die von mir beanstandeten Gebühren nicht zurückzahlen, werde ich zum obengenannten Termin Klage gegen 1&1 einreichen. Desweiteren wurde die Verbraucherzentrale und die Bundesnetzagentur über die Vorfälle informiert.

Ich freue mich auf Ihre schriftliche Kündigungsbestätigung, die innerhalb 14 Tage per Post von mir erwartet wird.

Hochachtungsvoll,

Kundenbesuch + Lizenz zum Barfußgehen.

Veröffentlicht am

War bis eben bei meiner Lieblingskundin. Hab ihr einen Laptop gekauft, den wir heute angeschlossen und ausprobiert haben. Hat sehr gut funktioniert.

Heute morgen wurde ich von folgender SMS geweckt:

„Es ist soweit: An Ihrem Wohnort ist das Thermometer über 27 Grad geklettert. Wir erteilen Ihnen die offizielle Lizenz zum Barfuß gehen! Ihre BLACKSOCKS.“

Voll lustig. Ich habe ja bereits über diesen Abo-Service berichtet. Hab das dann auch ausgiebig genutzt.

Naja. So siehts aus. Ich hol mir jetzt nen Kaffee.

Lizenz fürs Barfußlaufen.

Veröffentlicht am

Die Weltneuheit: Eine Schweizer Firma – die eigentlich schwarze Socken herstellt – bietet ab diesem Sommer einen lustigen Service an: Steigt die Temperatur in Ihrem Wohnort auf über 27 Grad Celsius, so wird der Barfuß-Abonnent der Firma „Blacksocks“ sofort per SMS über die Temperatur informiert und bekommt somit die Lizenz zum Barfußlaufen.

Der Service wird bis einschließlich September 2008 funktionieren und kostet einmalig 8 Euro – egal wie oft es tatsächlich warm wird.

Fazit: Man merkt es normalerweise selbst, wann man seine Socken und Schuhe ausziehen kann, aber der Gag-Faktor bei Freunden ist groß, wenn eine SMS reinkommt, die einem erlaubt barfuß zu laufen.

Drückerkolonne und Innenstadt

Veröffentlicht am

Bis eben in der Stadt gewesen. Hatte eigentlich so viel vorgehabt. Vorm Bürgeramt, wo ich Lohnsteuerkarten holen wollte, hätte ich ausrasten können. Ab 16 Uhr geschlossen. Vor kurzem ging das noch bis 18 Uhr.

Bin dann noch auf die Post. Wenigstens war ich hier erfolgreicher. Mittlerweile wurde es dunkler und ich lief über unseren Hauptplatz in der Stadt. Da war so ne bescheuerte Drückerkolonne unterwegs. Ich wusste genau, dass die mir ein Abo verkaufen wollten. Das waren alles so dunkle Gestalten, die jeden Jugendlichen ansprachen. Alle in Gangster-Kleidung und südländischer Typ. Als ich einem dann klarmachte, ich hätte kein Interesse an einem Abonnement, meinte er, dass er nur Haribo verkaufen wolle. Klar, dachte ich und ging weiter. Hab noch was gegen die gemacht.

Dann traf ich noch Hermann aus meiner Klasse mit seiner Freundin und später noch Matze, ebenfalls aus meiner Klasse. Sonst treff ich nie jemanden aus der Schule. War ganz lustig.

Unterwegs haben noch 2 Kunden angerufen und nen Termin ausgemacht. Läuft alles supi zurzeit…
…fast alles zumindest. Hab ein bisschen Sehnsucht. Naya – egal.