Handyortung.

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*Stolz*
Jaaa, das bin ich. Und zwar auf mein neues Handyortungsmodul in der (gaaanz) latituderechten Spalte meines Blogs. Dank Google Latitude können meine Freunde immer sehen, wo ich aktuell bin und ob vielleicht jemand in der Nähe ist. Können zwar auch andere Leute sehen – aber die Darstellung ist so undetailliert, dass da kein Missbrauch stattfinden kann.

Wer also ab sofort GANZ GENAU wissen will, wo ich wieder stecke – ein Blick auf www.ratzingeronline.de oder auf www.dominik-ratzinger.de genügt.

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Außer ich vergess‘ mein Handy ;).

Ein Live-Bericht aus der Münchener U-Bahn.

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U-Bahn_MnchenLautes Geschreie, drängelnde Menschen, Hektik und ständig ein- und wieder ausfahrende Züge: Das ist die Münchener U-Bahn. Vergleichbar mit einem Ameisenhaufen, nebenbei bemerkt, aber einem sehr modernen Ameisenhaufen. Menschen mit modernen Hightech-Geräten – wohl ein Monatseinkommen von über 5.000 EUR, aber auch Menschen in extremer Armut, die jeden Cent einzeln umdrehen müssen, wenn sie dann mal einen haben – beide Gruppen in trauter Zweisamkeit; wartend auf die richtige U-Bahn. Und doch ist alles anonym. Jeder hat seinen eigenen Bekanntenkreis, seine eigene Familie (oder auch nicht) und jeder hat für sich selbst zu sorgen. Hier gibt es keinen Platz für Mitleid, Hilfsbereitschaft oder gar Verständnis.

Araber mit alten Handys die denken, mit diesen angeben zu können, indem das Gerät Laute wie ein Geigerzähler von sich gibt. Und da: Dieses Mädchen mit modischem Faltenrock, hochggesteckten Haaren und perfektem Makeup. Ist sie auf dem Weg zur nächsten Modelagentur? Sollte man sie ansprechen und sein Glück versuchen, sie zu einem Essen zu überreden? Ein Geschäftsmann flucht, weil er seine Bahn verpasst hat. Das ist SEIN Problem des Tages – der Obdachlose auf der anderen Seite des Bahnsteigs hat dafür kein Verständnis. Er hat Zeit. Er kann das Problem des Geschäftsmannes nicht verstehen, denn seine Probleme sind ganz anderer Natur. Mit einer Jägermeister-Fahne läuft er still an dem Geschäftsmann vorbei.

Lautes Rollen mehrerer Koffer. Eine Reisegruppe Jugendlicher auf dem Weg zur günstigen Jugendherberge hier ganz in der Nähe? Fahren sie nach Hause oder kommen sie erst an? Genau das ist die Anonymität der Großstadt: Niemand weiß über jemanden nichts. Eine Frau wird von der Polizei abgeführt. Ihr wird vorgeworfen, nicht für die Bahnfahrt bezahlt zu haben und sich nun nicht ausweisen zu können. Ganz schön was los, für einen so kleinen Fleck Erde irgendwo im bayerischen Untergrund.

Ein Farbiger läuft mitten durch eine Gruppe deutscher Senioren. Wären sie auch vor einem Weißen aus dem Weg gegangen und hätten ihm nachgestarrt? Wohl weniger. Ob Koffer, Fahrrad, Einkaufstasche oder Mikrowelle. Selbst um halb neun abends haben die Leute nichts anderes zu tun, als ihren Hausrat durch die Gegend zu schleppen oder gar andere Leute mit diesem anzurempeln.

Nächster Zug, nächste Fahrt. Wer will noch mal? Wer ist schon da? Wow, nochmal ein hübsches Mädchen. Hier unten sollte man Modelagent sein. So hätte man wenigstens einen Grund all diese hübschen Mädchen anzusprechen. Naja, mir wird auch noch einer einfallen.

Inmitten dieser Massen von Leute die befördert werden wollen, sitze ich mit meinem kleinen Laptop und werde inspiriert durch all diese Persönlichkeiten gemeinsam. Menschen, die eigentlich alle gleich sind und doch anders. Aufgewachsen in fremden Kulturen, mit fremden Sitten, in fremden Familien. Wie zum Beispiel die beiden Jungen Iraner, die sich neben mich setzen: „Was geht Homie?“ – „Ja man niiiiccch viel ba dir?“ – „Awa ich geh Brunnstraße“ (übersetzt aus der Ghettosprache ins Deutsche: „Wie geht es Dir, mein Freund?“ – „Ja, ganz gut, und Dir?“ – „Ich fahre in die Brunnenstraße“).

Sogar mit Tieren laufen sie jetzt hier schon durch die Gegend. Ein Hund größer als der andere. Aber auch kleine „Fußhupen“ sind vor Ort – diese kleinen „Kläffer“, wie man sie aus „Tiere suchen ein Zuhause“ kennt. Uuuuuuhh, wenn ich dieses Mädchen sehe, das gerade an mir vorbeiläuft, kann ich eigentlich ganz zufrieden sein mit meiner Figur. Hätte sie nur dieses eine Mal auf den Snack verzichtet, der ihr der Automat für 1,60 EUR anbietet, dann wäre der  Anfang schon mal getan. Wallende Massen ziehen langsam an mir vorbei. Die Arme. Von mir bekommt sie Mitleid, wenn schon nicht von den Mitmenschen. Wegen dieser ganzen Vorurteile der Menschen um mich herum, die sich gegenseitig von oben herab ansehen, werde ich auch schon so…

Aber hier gibt es auch diese unscheinbaren Menschen. Jene, die selbst am liebsten gar nicht gesehen werden. Jene die so schüchtern und verängstig durch die U-Bahn laufen, dass man meinen könnte, sie wären gar nicht da. Ja, genau diese Menschen ohne Meinung, meine ich… Irgendein Ereignis im Leben hat wohl total deren Selbstbewusstsein zerstört oder kann so etwas angeboren werden? Werden sie jemals wieder stolz, mit erhobenem Haupt durch die U-Bahn gehen können?

Ein ganz eigentümlicher Geruch macht sich in der U-Bahn breit. Och nein, schon wieder eine hübsche Blöndine. Alle Düfte des „Orients“ scheinen hier vertreten. Diese begnügt sich allerdings mit einer XXL-Portion „Gucci – For Woman“, die durch ihren Haaraufschlag im Bereich von 10 Quadratmetern verbreitet wird. Mit ihren hochhackigen Prada-Stiefeln stolziert sie – den Blick an mir abschweifend – vorüber. Allgemein riecht hier alles etwas wunderlich. Manche Leute sollten sich zum Schutze der Mitmenschen wirklich etwas besser pflegen. Ekelhaft…

Mein eigener Zug fährt ein. Es haben sich mir einige Fragen aufgetan, denen ich nun zu folgen vermag. Neun Monate habe ich noch Zeit das Rätsel „U-Bahn München“ zu lösen. Ich steige ein.

Nacktscanner am Flughafen.

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Morgens in der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Während sich ihr Vordermann schon wieder anzieht, werden Sie vom Sicherheitspersonal zum Striptease aufgefordert. In den USA ist diese Prozedur üblich, in Europa erproben sie erste Flughäfen und die EU will sie zum Standard machen. Real muss bei den so genannten Nacktscannern niemand nackte Haut zeigen, aber virtuell wird jeder bis auf die Haut ausgezogen.

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EU-Kommission erlaubt Einsatz von Nacktscannern

Die EU-Kommission hat durch die Änderung einer Verwaltungsvorschrift den Einsatz von Nacktscannern auf Flughäfen in der EU erlaubt. Ab 2010 sollen die etwa 100.000 Euro teuren und telefonzellengroßen Geräte im großen Stil zum Einsatz kommen. Sie können dabei helfen nichtmetallische Waffen wie Messer aus Keramik zu entdecken.

In einem der taz vorliegendem internen Schreiben vermutet der für Flughäfen zuständige EU-Kommissar Antonio Tajani, dass viele Bürger kein Problem mit den Nacktbildern hätten. Ohne eine Quelle zu nennen schreibe er, dass Fluggäste, wenn sie vor die Wahl zwischen dem üblichen Abtasten und dem Scanner gestellt werden, „eine klare Vorliebe“ für die Scanner gezeigt hätten. Der Scan solle nicht zur Pflicht für alle Passagiere werden.

EU-Parlamentarier fühlen sich übergangen

Die Welle der Empörung begann im Europäischen Parlament. Über Fraktionsgrenzen hinweg forderten die Parlamentarier die Kommission am Donnerstag auf zu erklären, ob Grundrechte der Bürger von den Durchleuchtungsgeräten verletzt werden. „Man fragt sich schon, ob man noch ein Reisender ist oder sich in einem Hochsicherheitstrakt befindet“, sagte Alexander Alvaro, deutscher FDP-Politiker und innenpolitischer Sprecher der Liberalen im Europaparlament der taz. Die europäischen Grünen üben ebenfalls Kritik: „Ob diesem Eingriff ein tatsächlicher Sicherheitsgewinn gegenübersteht, wurde offensichtlich nicht einmal untersucht.“

Andere EU-Abgeordneten fühlen sich übergangen, weil die EU-Kommission das Vorhaben still und leise über eine Verwaltungsvorschrift realisieren will und sich dabei nur wenig Gedanken über Grundrechte und Gesundheitsrisiken mache. Der CSU-Abgeordnete Manfred Weber kritisierte, die Kommission könne das Vorhaben nicht einfach „durch die Hintertür“ einführen.

Politik, Kirche und Polizei: Ablehnung auf breiter Front

In den Ruhr Nachrichten bezeichnete der SPD-Europaparlamentarier Martin Schulz den Einsatz von Nacktscannern als „unverhältnismäßig und nicht erforderlich“. Sie würden die Sicherheit keinesfalls erhöhen. Es sei zwar richtig, dass sie auch Plastiksprengstoff oder Keramikmesser finden, aber schon heute seien Leibesvisitationen im konkreten Verdachtsfall möglich.

Auch in Deutschland macht sich Empörung über den geplanten Einsatz der Nacktscanner breit. Neben Politikern aller Bundestagsfraktionen haben sich auch Geistliche und sogar Polizisten gegen den Einsatz der Nacktscanner ausgesprochen. „Diese Methode darf in Deutschland nicht eingeführt werden“, fordert der FDP-Innenexperte Max Stadler in der taz. „Jeder ist für sinnvolle Kontrollen an Flughäfen, aber was zu weit geht, geht zu weit.“

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sagte der Berliner Morgenpost: „Man muss nicht alles machen, was technisch machbar ist.“ Er forderte vor der Einführung von solchen Scannern erst einen Beleg, dass sie einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn bringen.

Auch die Kirche meldet sich zu Wort. „Die Intimsphäre ist absolut unantastbar“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch der Augsburger Allgemeinen Zeitung.

Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, das Sicherheitsniveau an Flughäfen lasse sich durch Körperscanner „sicher nicht verbessern“. Die Debatte führe dazu, dass die Bevölkerung die Sicherheitspolitik zunehmend als maß- und schamlos wahrnehme.

EU-Parlament: Zustimmung unter Bedingungen

Das EU-Parlament ist jedoch nicht grundsätzlich gegen die Zulassung der Nacktscanner. Ein Antrag der Liberalen, in dem die EU-Kommission aufgefordert wird, das Projekt fallen zu lassen, fand keine Mehrheit. Der CDU-Verkehrsexperte im Europaparlament, Georg Jarzembowski, sieht im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung die Rechte der Parlamentarier nicht eingeschränkt.

Tajani habe den Verkehrsausschuss eingeschaltet, der ihm drei Bedingungen für eine Zulassung genannt habe: Kein Passagier dürfe zu dem Scan gezwungen werden, die Kontrolleure müssten räumlich getrennt von dem erfassten Passagier sitzen, und die Bilder dürften nicht gespeichert werden. Tajani hätte akzeptiert. In den USA werden zusätzlich auch die Gesichter der Personen im Scanner auf den Bildschirmen der Kontrolleure verpixelt.

Ähnlich sieht das auch CSU-Mann Weber: Wenn der Passagier die Wahl zwischen dem Ganzkörperscanner und der derzeit verwendeten Abtastmethode habe, könne man dem Einsatz der Geräte zustimmen, sagte er gegenüber Spiegel Online.

Die EU-Kommission verteidigt den Einsatz von Nacktscannern. Ein Sprecher sagte in Brüssel: „Wir glauben, dass das eine effektive Maßnahme ist, die bestehenden Kontrollmethoden zu ergänzen und den Passagieren Zeit zu ersparen.“ Er ergänzte: „Wir wollen ausschließen, dass ein Passagier dazu gezwungen wird, und wir wollen auch die Mitgliedstaaten nicht verpflichten, das einzusetzen.“ Der Kommissionssprecher sicherte ebenfalls zu, dass Kommissar Tajani eng mit dem Europaparlament zusammenarbeiten werde, um alle Bedenken mit Blick auf Datenschutz, Privatsphäre und Gesundheit zu klären.

Technik

Die Befürworter der Nacktscanner berufen sich neben der erhöhten Sicherheit auch auf einen schnellen Ablauf der Sicherheitskontrollen. Das Abtasten per Hand würde überflüssig werden. Stattdessen treten die bekleideten Fluggäste in den Scanner, heben die Arme und werden durchleuchtet.

Die so genannten „Millimeterwellen“, angeblich ungefährliche elektromagnetische Strahlen im Terahertz-Bereich, durchdringen die Kleidung. Mit Röntgenstrahlung arbeiten Geräte, die die so genannte Backscatter-Technik einsetzen. Das Sicherheitspersonal, das in einem Nebenraum sitzen kann, sieht auf einem Bildschirm eine dreidimensionale Abbildung des unbekleideten Menschen – ein Nacktbild in schwarz-weiß, inklusive Genitalien, Speckrollen, Prothesen und künstlichen Darmausgängen.

In Europa testen bereits Flughäfen in Amsterdam und Helsinki die Geräte. In London wurde der Betrieb nach Protesten abgebrochen und in Zürich steht ein Testlauf an. In Deutschland hat die für die Sicherheit auf den Flughäfen zuständige Bundespolizei angekündigt, Nacktscanner „ergebnisoffen“ zu untersuchen. Ihr Sprecher Jörg Kunzendorf sagte am Donnerstag: „Wir werden in einem Labor alle Aspekte prüfen und schauen, ob die Technologie unseren Ansprüchen genügt.“ Erst wenn die Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen erfüllt seien, könne über mögliche Praxistests entschieden werden.

Text: Netzwelt

Körperlich tot.

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Puh…
War das ein Tag heute! Ich hatte es mir schwer und anstrengend vorgestellt – doch diese Prüfung überbot alles. 8 Stunden stehend und hochkonzentriert musste das im Labor alles vor sich gehen. Ich denke, dass ich das ganz souverän gemeistert habe, auch wenn meine Lehrer mich mit ihren Blicken verrückt gemacht haben. Dann nach dieser Zeit mussten noch 3 lange Protokolle zu den Versuchen abgegeben werden.

In der Mittagspause war ich mit Klaus und Hermann Pizza Essen. Das war das einzig Positive am ganzen Tag – ich denke, das war heute der schrecklichste Schultag seit 30 Jahren.

Jetzt werd ich erstmal bisschen chillen. Bis später!

Live-Webcam.

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Servus!
Mehrere Stunden Computerarbeit haben mich geschafft. Jetzt erstmal ne fette Pause! Jedenfalls hab ich mal wieder was Tolles in meinen Blog eingebaut. Viel Spaß mit der Liveansicht nach Villingen rund um die Uhr in der linken Spalte des Blogs. Ein Klick vergrößert die Anzeige. Ist ne Spielerei, aber ich spiel gerne .

Bin jetzt erstmal Joggen und dann Essen!

MUSTERUNG !!! (Oder: Was zum teufel wollt ihr an meinen Eiern ;-))

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Keine Angst, das sieht nur so aus, als wäre es viel text hehe…. Viel Spaß beim Lesen. War voll lustig!

DER ERSTE SCHOCK
Ohjeeee, heute war Musterungstag .
Die Bundeswehr hatte den bisherigen Termin wegen Ärztemangels (alle krank, kann man kaum glauben… ;-)) auf heute verschoben.
Als ich aufstand und meinen morgendlichen Blick aus dem Fenster machte: Der Schock . Draußen herrschte ein Schneesturm!! Die komplette Wiese, die ich eigentlich grün erwartete, mit Schnee bedeckt. Ich richtete mich und machte mich trotzdem mit dem Fahrrad auf zum Bahnhof , da ich zur Musterung nach Donaueschingen (ya, richtig: Da ist der Donauursprung – etwa 20km von Villingen entfernt) musste. Lief alles super: Ich erreichte pünktlich den 09:04-Uhr-Zug.

DU BIST NICHT ALLEIN xD
In Donaueschingen musste ich nicht lange nach dem Kreiswehrersatzamt suchen – es befand sich direkt in Bahnhofsnähe. Ich drückte meine Zigarette im Schnee aus und betrat das Gebäude. Erstmal musste ich ne Weile im Warteraum warten, bis ich aufgerufen wurde. Mit im Zimmer, 3 Jugendliche aus Balingen, die mich den ganzen Tag in diesem Raum begleiteten. Der eine war bereits wegen Migräne ausgemustert worden , wartete aber noch auf seine Kollegas. Der andere wartete schon fast ne Stunde, bis er wieder hereingerufen wird. Er ging sich beschweren, weil dort ein Schild stand: „Nach 30 Minuten bitte automatisch melden.“ Es hieß er solle noch 10 Minuten warten .

URINPROBE AUF BAYERISCHE ART
Ich wurde zur Urinprobe gerufen . Die Frau, die diese machte, kam aus Bayern und fragte mich gleich ob und als ich bejahte, wie ich mit dem Papst verwandt sei. Sie erzählte mir dann sicher 5 Minuten vom Papstbesuch in Regensburg letztes Mal , bis sie dann endlich mit ihrer Ausmessung meiner Körperwerte begann. Durfte dann wieder zurück ins Wartezimmer, wo der eine Typ immernoch wartete und beinahe ausrastete .

DOPINGMITTEL ODER GESCHLECHTSVERKEHR?
Jetzt durfte ich zum richtigen Arzt. Er fing mit ernstem Blick an: „Herr Ratzinger, ich muss ihnen eine diskrete Frage stellen: Hatten Sie heute Morgen schon Geschlechtsverkehr? Ihr Eiweißspiegel im Urin ist zu hoch!“ Ich grinste mir einen ab und verneinte. Nachdem ich ihm erklärte, ich würde auch kein Anabolika nehmen, meinte er, ich solle trotzdem einen Urologen besuchen. Die Antwort, dass ich am Abend Geschlechtsverkehr hatte, stellte ihn erst zufrieden, als ich ihm erklärte, seitdem nur einmal uriniert zu haben .
Dann fragte er mich, ob ich mit dem Papst verwandt sei . Ich dachte, was wollen die denn alle? Er erzählte mir von seiner Ahnenforschung , von früheren Päpsten , erzählte mir die Geschichte von Papst Silvester und das seine Frau Phillipinerin sei und ich dachte ich raste aus . Sicherlich 15 Minuten textete er mich zu. Dann begann er mit der Untersuchung. Ich musste mich bis auf Boxershort ausziehen und er zerrte an jedem meiner Körperteile und renkte mir beinahe alles aus . Blutdruck, Puls, Ohren und alles wurde überprüft. Hörtest mit Frequenztönen, RotGrün-Blindheitstest, Sehtest und so weiter. War alles ganz toll. Ich musste noch hinter einen DIN A4 großen Vorhang , hinter dem er dann meine Eier abgetastet hat. Ich wusste gar nicht, dass man da wirklich husten muss, ich dachte das ist nur so ein Märchen…

NICHT NUR BEI MIR EIN BRÜLLER xD
Dann durfte ich wieder ins Wartezimmer zurück und erzählte den drei Jungs von der Eiweiß-Frage. Sie meinten, das wäre das lustigste, das sie heute gehört hätten – und sie hatten anscheinend viele Geschichten gehört…

DIE ENTSCHEIDUNG (NICHT GANZ SO SPANNEND WIE BEI POPSTARS LÖÖÖÖL)
Da ich verweigert hatte, musste ich keine weiteren Tests mehr machen und bekam mein Ergebnis:

„T2 – wehrdienstfähig mit Einschränkung auf bestimmte Tätigkeiten“

Gebirgsjäger, Flugabwehrraketenabschuss und Wachbatillon könne ich nicht machen – hieß es in der Erklärung. 3 von 86 Tätigkeiten, für die ich nicht tauglich bin. Dafür aber Dinge, wie Jäger, Fallschirmjäger, Panzermörsenschütze, Buchbinder, Zahnarzt, Frisör, Musiker, Wetterdienst, Richt- und Ladeschütze Leopard und und und… Ich denke, ein ganz gutes Ergebnis…

War jedenfalls ein ganz lustiges Erlebnis. Die 3 Jungs aus dem Wartezimmer wurden letztenendes alle für „T5 – wehrdienstunfähig“ erklärt . Der eine hatte einen Aktenordner voller Krankheitsatteste aber die anderen machten einen gesunden, kräftigen Eindruck .
Naya, Zivildienst – ich kommmmmmmeeeeeeeeee…