Was man bei Liebeskummer nicht tun sollte:
– alles verdrängen und so tun, als ob nichts wäre
– sich in eine Sucht stürzen (Alkohol, Beruhigungsmittel, Fressen)
– überstürzte Entscheidungen treffen wie etwa das Haus verkaufen, kündigen …
– sich ständig in Hassgedanken ergehen
– Telefonterror beim Partner ausüben
– sich rächen und den Partner beim Chef oder Finanzamt anschwärzen
– sich ins Bett zurückziehen und den Alltag vollkommen brachliegen lassen
– sich klein machen und immer wieder um einen Neunanfang beim Partner betteln; alles tun, nur um den Partner zurückzugewinnen (was man aber auf Dauer gar nicht aufrechterhalten kann)
– sich mit Schuldgefühlen zerfleischen
– den Partner bei Freunden schlechtmachen
– die Ernährung und den Körper vernachlässigen


Was man bei Liebeskummer tun sollte:

– sich Zeit nehmen und seine Gefühle ausdrücken (über Musik, malen, schreiben, sprechen)
– von sich nicht erwarten, dass man normal funktioniert (jegliche Aktivität erfordert mehr Kraft)
– auf Ernährung achten. Wenn man nicht kochen möchte, sollte man zumindest viel Obst und Gemüse essen, viel trinken.
– Mit Freunden sprechen oder ein Tagebuch führen
– Seine Wut in Bewegung ausdrücken (joggen, putzen, radfahren …)
– Gedankenstopp unter Tag einsetzen und sich bestimmte Zeiten setzen, an denen man sich mit der Trennung befasst
– Sich in Erinnerung rufen, welche Erfolge man bisher im Leben hatte und welche Freunde einem mögen

Wann ist die harte Phase des Liebeskummers spätestens vorbei?
Mit Zahlen sollte man sehr vorsichtig sein! Jeder Betroffene braucht seine Zeit. Es hängt auch von den Umständen ab. Wenn der Expartner auch schwankt und Anlass zur Hoffnung/ Versöhnung gibt, verzögert sich der Prozess. Kommen noch andere Verluste hinzu ebenfalls. Nach einem Jahr sollte es zumindest schon zeitweise mal Momente geben, wo die Aufmerksamkeit auf andere Themen als die der Trennung gerichtet ist.

Kann Liebeskummer auch eine kreative Kraft sein?
Ja,
– man erlebt tiefe Gefühle. Die Gefühle der Trauer, Wut und des Schmerzes können dazu führen, dass man sie künstlerisch ausdrückt (Musik, Gedichte, Bilder…)
– man zieht Bilanz, erkennt besser, was im Leben wichtig ist
– man bekommt ein neues Selbstbewusstsein, wird unabhängiger
– man entdeckt neue Freunde
– man entdeckt neue Interessen, die der Partner nicht zuließ oder die man in der Partnerschaft vernachlässigt hat
– man entdeckt sich selbst neu, evtl. auch neue sexuelle Vorlieben
– man entwickelt neue Lebensziele
– man lernt, alleine zu leben (wird erwachsen)
– man befreit sich aus einer den überwiegenden Teil negativen Partnerschaft zu befreien
– man lernt, Konflikte konstruktiv zu lösen
– man kann alte Erfahrungen aus der Kindheit bearbeiten
– man lernt, auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten (wenn man in der Partnerschaft dazu neigte, sich aufzugeben)
– man lernt, auf die Bedürfnisse des anderen zu achten (wenn man in der Partnerschaft dazu neigte, nur an sich zu denken)

Text gefunden bei Hexle

  1. Chillina
    Dez 04, 2007

    Oh, das ist interessant.
    Und kann ich gut gebrauchen Zur Zeit *seufz*

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  2. Ratzingeronline
    Dez 04, 2007

    Wieso? So wie ich auf deinem blog gelesen hab, läufts doch momentan ganz gut, oder? Wenn nicht, dann Willkommen im Club – bei mir auch nicht besonders gut…

    Liebe Grüße,
    RatzE

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  3. dieKaffeetrinkerin
    Dez 04, 2007

    och!
    niemand ist sicher vor Liebeskummer, und jeden trifft es mal, leider.

    Die Tipps hören sich sehr vernüftig und nachvollziehbar an :yes:

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  4. Soldat0815
    Dez 04, 2007

    das ist doch eigentlich mein Fachgebiet^^. Ja das würde mich auch mal interessieren Lena.

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  5. Ratzingeronline
    Dez 04, 2007

    dankeschön 😀

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