Guten Morgen, Welt!

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Guten Morgen!

Es ist unfassbar, aber ich bin mal um diese Zeit wach. Nicht weil ickaffeeh aufgestanden wäre, sondern weil ich noch immer nicht im Bett bin. Das Leben ist eigentlich viel zu interessant zum pennen. In 2 Stunden gibt es Frühstück und anschließend werde auch ich mich mal hinlegen. So freie Tage sind doch was Schönes :).

Nächste Woche gehts in den Norden.
Kanns noch gar nicht fassen.

Mieser Tag – dennoch mit guten Nachrichten.

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Tja. Da ist er wieder: Einer dieser Tage, die man eigentlich gar nicht braucht. Schlechte Laune, schlechtes Wetter, Müdigkeit, Depressionen, soziale Kontakte nur zu Gegenständen und Sachen. Da hätte man gleich im Bett bleiben können – wäre da bloß nicht die Arbeit.

Andererseits trotzdem ein paar gute Nachrichten: Heute habe ich zum Beispiel die Mitgliedsbestätigung im Verband deutscher Pressejournalisten bekommen. Ich bin Mitglied #6991. Meinen eigenen Presseausweis bekomme ich auch bald. Geil!
Ansonsten heute noch die Nachricht bekommen, dass mich mein Esperantofreund und Kunde Bernhard Eichkorn (Wikipedia) besuchen kommt, mit dem ich 2007 auch schon 10 Tage in Polen war. Das ist eine ganz besondere Ehre für mich.

Ich wurde heute außerplanmäßig gezwungen irgendwas zu putzen, was meine Kollegen hinterlassen haben und bin deswegen zu spät zu ner Internetkonferenz gekommen, die ich fest vereinbart hatte und sowas nervt. 5 Stunden Arbeit habe ich auch noch vor mir… Außerdem: Müde & Gestresst.

Nicole zu Besuch – Tag 4, Donnerstag.

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KEIN GUTER MORGEN!

Ziemlich früh (!?) aus dem Bett, dennoch absolut kaputt und fertig von der Nacht zuvor. Wir waren uns einig einen absoluten Chillertag einzulegen. Einzige Aktion, die Konstantin*, Nicolette und ich heute brachten: Baden im See – nicht nackt, da hell. Wetter war super und so chillten wir uns runter an den Steg.

Das bin ich – angeblich – beim Schnarchen. Aufgenommen von Nicole (obwohl Siegfried* und Marcel* beide bestätigten, dass ich nie, während sie mit mir zusammenwohnten einmal schnarchte). Hier der Schnarch-Beweis:

WASSER WAR 6 ZENTIMETER KALT

Das Wasser war tatsächlich mehr als kalt. Die 22 Grad, die im Internet angegeben, zum Baden im Starnberger See anregen sollten, waren maßlos untertrieben. Erst nach 5 Minuten konnte man das Wasser als Erfrischung bezeichnen – und nicht als Schockfrosten. Zur Aufwärmung wurde Volleyball auf dem hauseigenen Beach-Volleyball-Feld gespielt (besonders ich – kein Kommentar).

Mehr passierte heute nicht. Den Spruch „Wer feiern kann, kann auch arbeiten“ ignorierten wir heute erfolgreich. Ach ja: Wir waren noch kurz im Internet.

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*Name(n) geändert.

Nicole zu Besuch – Tag 2, Dienstag.

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GUTEN MORGEN!
Wow, wir schafften es tatsächlich, dasselbe Spiel von gestern noch einmal zu wiederholen. Diesmal genossen wir allerdings noch etwas länger die Zeit im Bett. Nicole wachte um 8 Uhr auf, gings als erstes duschen, ich um 10 und ging danach. Nicole beschwerte sich über meinen Duschkopf. Verständlich – die Strahlen spritzten überall hin, nur nicht auf den Kopf. Ein Strahl hatte sogar die Fähigkeit, den Duschvorhang auszutricksen. Kaffee und Latte Macchiato, wie am Vortag waren ebenfalls angesagt. Heute stand das Deutsche Museum auf dem Plan.

AUS KEBAP WIRD QUE’BAP
QuepestoVorher gings essen bei Que’Bap – einem Dönerrestaurant, das Nicole im Fernsehen gesehen hatte und das besondere Kebapspezialitäten anbietet. In München ist QUE’BAP am Isartor. Wir beiden bestellten einen „QuePesto“ – einen Döner mit Pestosauce, wie man sie von den leckeren Spaghetti kennt. Auf den ersten Blick klein – aber ein echter Sattmacher.

QuebapAUSSER BETRIEB
Dann gings ins Deutsche Museum. Wir beide waren noch ziemlich K.O vom Vortag, die Stimmung war Scheiße – da war Museum genau das Richtige. Hatte ich irgendwie besser in Erinnerung. Ein Großteil der Geräte, die man selbst bedienen sollte, waren defekt.

POWER-GIRL
Lustig wurde es im Themenbereich KÖRPER. „Please touch!“ bewarb eine Handauflagefläche den Test des Nervensystems. Nicole legte ziemlich flott ihre Hand auf. Als ich kurz davor war, auch meine Hand aufzulegen, auf einmal ein Schrei. Tja, anfassen konnte hier gefährlich werden: Durch einen starken Stromschlag wurde das Nervensystem auf die Probe gestellt. Alle Leute drehten sich um und starrten sie seltsam an.

SDeutsches MuseumCHNÜFFEL-PROBE
Und noch ein Brüller-Highlight erwartete uns. Im Bereich CHEMIE konnte man am Ammoniak schnüffeln. Ohne zu Erwarten, wie stark dieser Geruch ist, nahm Nicole erstmal einen Lungenzug und auch hier haute es sie ersteinmal zurück.

KATERSTIMMUNG
Trotz dieser Lacher kehrte bald schon wieder die schlechte Stimmung ein. Insgesamt anderthalb Stunden hielten wir im Museum auf, dann war Schluss. Noch schnell ein paar Postkarten gekauft, gings zurück in die Jugendherberge zum Chillen.
An der Isar
BAYERISCHE TRADITION DURCH KONTRABIER
Wie kann man einen Menschen besser an die bayerische Kultur heranführen, als ihn mit ins Hofbräuhaus – die weltgrößte Bierhalle – mitzunehmen? Abends war das Hofbräuhaus angesagt. Wir setzten uns zu irgendwelchen nett aussehenden Menschen an den Tisch. Das waren zwei Bayern. Nicole verstand wohl gar nichts oder nur Bruchteile. Die beiden bemühten sich nicht einmal darum, Hochdeutsch zu sprechen. Der GDeutsches Museumrammatikfreak Nicole hatte es hier nicht leicht. Die beiden waren aber nett und erzählten, von der Brauerausbildung, die einer von beiden genossen hatte. Beide lobten sie für ihr Aussehen. Ich habe einen guten Geschmack mir ein solches Mädchen ausgesucht zu haben. Falsch gedacht. Irgendwie hielten uns alle für ein Pärchen. Revidiert. Der Brauer meinte, so ein Mädchen hätte er sich früher gleich gepackt. Danke für den Tipp, Herr Brauer.
Nicole überlebte ein Liter Bier, obwohl sie Bier sonst selten trinkt.Jägermeister
Jedenfalls setzte sich dann nacher noch ein Franzose zu uns und ganz viele Spanier. Gerade das ist das Tolle an dieser Stadt und am Hofbräuhaus. Leute kennenlernen geht hier, wie Sand am Meer. Super Einsatz dieses Sprichwortes, ich weiß :).

KONSUM
Abends gingen wir noch in einen Konsum. Dieses Wort scheint immernoch als Bezeichnung für Supermarkt verwendet zu werden.

Wiedersehen nach Ewigkeiten.

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So einen, wie den gestrigen Abend habe ich schon seit Langem nicht mehr erlebt.

Alles hat gestimmt. Es war ein großes Wiedersehen. Seit Wochen wollte ich mich mal wieder mit meinen ehemaligen Mitarbeitern Svenja* und Pablo* treffen – doch daraus wurde nie was. Die Entfernung oder unsere Unflexibilität waren Schuld. Die beiden hatten mit mir zusammen über einen längeren Zeitraum bei einem der größten Telekommunikationsunternehmen der Erde zusammen gearbeitet. Svenja hatte ich ausgebildet; Pablo war einfach nur ein absolut geiler Kollege, mit dem ich viel Scheiße erlebt und viel Spaß gehabt hatte.

Soviel zum Vorspiel. Wir trafen uns um halb 8 im MP-Club in Schwenningen, in einem großen Disco-Park. Die beiden kamen – wie vermutet – 15 Minuten zu spät. Man, wie geil das war, die beiden mal wiederzusehen. Ein Review der Extralative. Wegen dem „Bananenweizen mit viel Banane“ wurde Pablo von Svenja und mir ziemlich gedisst und als „Schwuggele“ bezeichnet. Hatte er aber auch seinem rosa Hemd zu verdanken. Svenja und ich tranken Ginger Ale – unser beides Lieblingsgetränk. Zu Essen gabs geile Burger – nicht zu vergleichen mit den bekannten Fastfoodketten. Wir schwelgten in Erinnerungen, lachten uns zum Beispiel über die Peperoni-Geschichte kaputt.

Pablo und ich waren zusammen in Konstanz arbeiten. Vor der Haustür einer Kundin stand ein Peperoni-Baum. Wir beide bissen die roten Pfefferschoten ab und konnten uns vor Brennen im Mund und Tränen in den Augen kaum mehr halten – bis er auf einmal unvorbereitet bei ihr klingelte. Die Tür wurde geöffnet, ich stand davor und wir brachen beide in absolutes Gelächter aus, machten uns gleich unseriös und selbst die Kundin – die nicht wusste, wer wirr sind oder warum wir da sind – begann selbst zu lachen. Sie schloss aber ziemlich schnell wieder die Tür und wir lachten uns sicher noch 5 Minuten über diese Aktion kaputt.

Diese und weitere Geschichten erzählten wir uns. Auch, als Svenja im Auto voller notgeiler Jungs zur Arbeit fuhr und alle ihr klarmachten, wie „geil“ sie doch ist. Irgendwann um 10 entschieden wir uns, auf den Abend noch etwas trinken gehen zu müssen und fuhren spontan zu Ludwig*, um ihn zu besuchen. War aber nicht viel los dort und so fuhren wir zu mir. Auf den super Abend wurde ersteinmal angestoßen. […]

Einer der geilsten Abende seit Langem!

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*Namen geändert.

Entlasstag im Krankenhaus. Oliver-Geissen-Arzt & Dr. House.

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Um noch ein paar Worte zum letzten Tag zu sagen…
Voller Langeweile lud ich mir im Internet meinen Lieblingsfilm runter, den ich dann bis in die späte Nacht im Krankenhaus ansah. Trotzdem musste ich schmunzeln, denn über dem Bett meines Zimmergenossen hing ein großes Schild, mit der Aufschrift „NÜCHTERN“. Endlich mal, dachte ich – auch wenn ich eigentlich wusste, was tatsächlich damit gemeint war.

Nachts kam dann noch ein Neuzugang. So kurz vor zwölf. Der nette Herr hatte leichte Probleme mit seiner Blase und hielt uns noch eine Weile wach. Als Belohnung bekam er am nächsten Tag meinen Focus geschenkt, denn so hatte er wenigstens keine Möglichkeit, mich weiter anzustarren, was er sicherlich aus Langeweile oder aus Faszination über die Technik über 30 minuten machte.

Nach 1 Semmel mit Marmelade (mehr gibts nüscht dort) kam der Oliver-Geissen-Arzt des Vortages rein:

Arzt: „Sooooo, Herr Ratzinger. Naaaa, wie geht es uns denn heute?“
Ich: „Ja, ganz leichte Kopfschmerzen, seit gestern Abend wieder.“
Arzt: „Ohjeeee. Naja, das wird erstmal so bleiben. Das tut mir ja wirklich leid, aber jeder muss mal durch solche Situationen. Wird sicher besser, ich drück Dir sehr die Daumen!“

Der hat ohne Witz so gesprochen und wäre zweifelsfrei als sympathischer Moderator der Mittagstalkshow durchgegangen. Aber der nette Herr entließ mich. Obwohl ich noch nichtmal mit einem Neurologen gesprochen hatte, wie es mir versprochen wurde. Er meinte, dass ich selbst dort vorbeigehen solle. Die Praxis sei nebenan. Er diagnostizierte mir „einmalige Kopfschmerzen“ – auf Latein hat dieser Ausdruck etwa 62 Zeichen.

Gesagt, getan. Erst wollte mich die Arzthelferin nicht zur Ärztin lassen, da ich ja beim Bundesamt für Zivildienst versichert bin und es da Probleme gäbe (Formulare fehlen und so weiter). Ich blieb stur und bestand darauf. Auch die Frage, in welcher Kaserne ich untergebracht sei, fand ich ziemlich sinnlos. Die Ärztin verschrieb mir hochdosierte Koffein-Tabletten (geil, muss ich nichtmal Kaffee trinken um auf meinen Koffeinpegel zu kommen…).

Spaß beiseite. Heute habe ich wieder Kopfschmerzen. Liegt an der Rückenbohrung (oder auch Liquorpunktion). Soll in den nächsten tagen verschwinden. Bin bis Freitag krankgeschrieben. Lustigerweise war das Thema meines Krankenhausaufenthaltes heute bei Dr. House heute das Hauptthema. Wohl von RTL mit Absicht so gewählt. Von CT bis Liquorpunktion war alles drin. Kannte mich zum ersten Mal bei einer Arztsendung aus.

Und nun… Tja. mal sehen, was heute noch ansteht!

Stimmung in der Jugendherberge.

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Meine Jugendherberge – mitten im Paradies.
(Umgebung hier heisst wirklich Paradies)

Am Wochenende ganz anderes Publikum als unter der Woche. Ist Montag bis Freitag die Jugendherberge eher von Schulklassen bevölkert, die auf Abschlussfahrt oder Studienfahrt sind, so sind am Wochenende größtenteils Familien mit Kindern und kleinere Gruppen (z.B. Sportvereine) in den 130 Betten, verteilt auf 33 Zimmer, anwesend. So waren zum Beispiel schon die American Footballer „Munich Cowboys“ zu Gast oder die Theatergruppe des Stücks „Goldfischen„.

Momentan sind die Plauener Kegeler (vom SKV Plauen e.V.) zu Gast. Mit Kind und Kegel (haha) sind sie angereist. Die Mädchen – alle im Schnitt 16 Jahre alt – sind heute in München Deutscher Vizemeister geworden. Gefeiert wird von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Mal gibt es tatsächliche Feiergründe: Hochzeiten, Meisterschaften oder Abschlüsse – manchmal werden diese Gründe einfach selbst herbeigeführt.

Eins haben alle gemeinsam: Stimmung machen scheint allen im Blut zu liegen. Langeweile gibt es HIER nie!

Wichtigste Erfindung seit es Erfindungen gibt.

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Bshshshsh….
Habt ihr Euch schon einmal überlegt, was für Euch die wichtigste Erfindung ist? Meine erkennt man schon an der Subüberschrift, denn das Gerät macht „Bshshshsh“. NEIN, – es ist kein Staubsauger, sondern ich finde, der Föhn, vor 1996 noch „Fön“ ist die wichtigste Erfindung überhaupt.

EiFn004n sogenannter Haartrocker, oder wie ich ihn nenne, „meinen persönlichen, warmen Sommermonsum meines Badezimmers“. Zum Duschen benötige ich stets 30 Minuten: 10 Minuten Dusche, 20 Minuten föhnen. Gänsehaut und schöne Frisur inklusive. Der Heißlufttrockner ist einfach etwas ganz Besonderes: Ich gehe ihm Winter nie ins Bett, ohne mein Bett vorher 10 Minuten mit dem Föhn frühlingswiesenwarm zu machen. Wenn die Heizung morgens nicht so warm ist, wie ich sie gerne hätte, dann föhne ich mich einfach hinein – und der Tag wird gleich schön.

Ist ein Föhn nicht einfach wichtiger als ein Auto, ein Computer, eine Mondraktete oder ein Schokomuffin?

Doch. 🙂
Foto: Harry Hautumm