Klar: Nach den Forderungen von der Leyens, will nun auch Bayern-Innenminister Joachim Herrmann Sperren einrichten – allerdings nicht für Kinderpornographie, wie es zuvor angekündigt wurde, sondern gegen rechtsextreme Seiten. Von sperreKritikern war bereits in der Vergangenheit angezweifelt worden, dass diese Sperren ausschließlich Kinderpornographie aussperren sollen.

Auch der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, hält eine Ausweitung für sinnvoll. Dem Onlinemagazin der Bild sagt er: „Da, wo es einen Straftatbestand gibt, kann eine Netzsperre sinnvoll sein.“

RatzingerOnline meint: Sinnvoll wäre die Methode nur, wenn es sich um eine unumgehbare Sperre handeln würde, die nicht auf Youtube-Videos in 17 Sekunden ausgehebelt wird. Ausserdem ist es nach wie vor nicht korrekt, dass kein Richter in die Entscheidung über zu sperrende Seiten angehört wird.

Wann hört der Kontrollwahn Schäubles, von der Leyens und deren Kollegen endlich auf?

Foto: Carsten Nadale / pixelio.de

  1. ich-bin-es
    Aug 17, 2009

    Das ist wirklich schlimm. Demnächst wird dann die Seite der Gärtnerei gesperrt, denn da gibt es vielleicht etwas für RECHTShänder.

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  2. Ratzingeronline
    Aug 17, 2009

    Oder Seiten von RECHTSanwälten, denn die sind manchmal RECHTSverdreher. 🙂

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  3. ich-bin-es
    Aug 17, 2009

    Ja, genau 😉

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  4. hexle
    Aug 17, 2009

    Reg Dich nicht auf…es ist bald Wahl…da werden die blätter neu geschrieben..wahrscheinlich mit neuem schlimmern Recht – und Ordnungsinhalt…..

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