Wie würde man selbst sich fühlen, wenn einem das Kind genommen werden würde? Ich selbst habe jetzt schon Angst davor, ohne ein Kind (meines Wissens nach) zu haben. Aber es muss ein unvorstellbarer, grauenvoller Schmerz sein.

Daniel (19), Mörder der kleinen Michelle (†8) hat sich nun in einem Brief an die Eltern gewandt:

Sehr geehrte Familie …,
ich möchte mich dafür bei Ihnen entschuldigen, dass ich Ihnen einen geliebten Menschen für immer genommen habe. Ich kann gut verstehen, das Sie meine Entschuldigung, wahrscheinlich, nicht annehmen werden, weil meine Tat nicht entschuldbar ist.
Ich kann mir auch gut vorstellen, das ich Ihnen einen unbeschreibbaren Schmerz zu gefügt habe.
Da ich diesen Schmerz leider nicht kenne, kann ich diesen nicht in dem Maße nachempfinden, wie Sie den Schmerz empfinden.
Ich bebreue meine tat zu tiefst und wünsche mir oft ich könnte die Zeit zurück drehen und meine Tat selbst verhindern.
Auch noch will ich mich bei Ihnen entschuldigen, dass ich nicht früher die Kraft und den Mut gefunden habe mich der Polizei zu stellen. Durch meine eigene feigheit habe ich Ihnen nur noch mehr Schmerz zugefügt.
Ich kann auch verstehen, dass Sie mich bestimmt zu tiefst hassen. Und ich weiß auch egal wie hoch das Urteil meiner Verhandlung ausfällt, es kann die Tat nicht wieder gut machen.

Daniel

(Quelle: BILD)

  1. Hellkitten
    Okt 05, 2009

    Find’s hier auch wieder krass, wie jung der Täter ist. Der ist doch auch grad mal den Kinderschuhen entwachsen.
    Ich glaub das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Ich empfinde dabei auch schon ziemliche Trauer und Wut ohne ein eigenes Kind zu haben (wissentlich! 😉 ), nur weil da einer seine Triebe nicht im Griff hat. Krank hin oder her, wenn es 100%ig sicher nachgewiesen ist könnte man denen von mir aus gern die Nudel unschädlich machen oder sie für immer wegsperren. Das Gesetz ist da viel zu lasch, grad wenn Kinder betroffen sind sollte viel, viel Härter vorgegangen werden. Viel zu oft sind Täter schon mal in dieser Hinsicht auffällig geworden!

    Gab da doch auch mal nen Fall, da hat die Mutter den Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal erschossen…

    Reply
  2. Ratzingeronline
    Okt 05, 2009

    „Nudel unschädlich machen“
    Naja – da bin ich dagegen. Um das zu verstehen, muss man wohl Mann sein, aber für immer weggsperren hört sich schon besser an. Im Knast haben die kein einfaches Leben…

    Reply
  3. Hellkitten
    Okt 05, 2009

    Für immer weggesperrt kosten sie aber den Steuerzahler.
    Mag sich für viele mittelalterlich anhören, aber so was ist für mich unverzeihlich und unverständlich. So einer konsumiert ja wahrscheinlich auch keine „normale“ Pornografie sondern Kinderpornos. Für mich also kein Grund, wieso er weiter Spaß an seiner Sexualität haben sollte, wenn er damit auch ein Verbrechen begeht. Am Ende kommt er wegen guter Führung und weil er angeblich geheilt ist doch wieder frühzeitig raus und vergreift sich am nächsten Kind. Bei sowas werd ich echt sowas von blitzwütend, das kann ich gar nicht beschreiben.
    Ist weit her geholt, was ich oben geschrieben habe, aber der Vorsatz an so einer Tat, vor allem wenn ein Kind betroffen ist, das ist für mich dermaßen unbegreiflich und das hat nix mit selbst nen Penis haben oder nicht zu tun.

    Vielleicht kannst du meine harte Meinung im Gegenzug auch nicht verstehen, weil du dir nicht „vorstellen“ (also mal im enferntesten Sinne) kannst, wie es wohl sein muss, wenn sich irgend ein kranker, notgeiler Bock gegen den eigenen Willen an einem vergreift. Und wenns dann auch noch n Kind ist, ne, geht gar nicht!

    (Und nein, ich hab absolut kein Mitleid wenn es die Täter im Kittchen schwer haben. Wer krank ist und andere gefährdet, soll sich behandeln lassen. Punkt)

    Reply
  4. Ratzingeronline
    Okt 05, 2009

    Da hast Du auch wieder Recht. Aber bei Todesstrafe kann sich danach rausstellen, dass er doch unschuldig war und dann… ups.

    An Kinderpornos kommt so einer gar nicht. Ich habe mich lange mit dem Thema aus politischer und auch aus technischer Sichtweise auseinandergesetzt, um Frau von der Leyens Argumente den Wind aus den Segeln nehmen zu können und kann sagen: Um an Kinderpornos im Internet zu kommen, muss man schon offline einer Szene angehören. Der Markt dafür ist klein. Außerdem kann man Kinderpornographie nicht über Google suchen.

    Klar hat mein Argument von vorhin nichts mit Mann oder Frau (Penis-Mensch oder Muschi-Mensch) zu tun, und für mich ist so ein Vorgehen auch unbegreiflich, aber körperliche Sachen DARF der Staat einfach nicht vornehmen. Das ist dann wie: Er hat mich blind gemacht, tropft ihm doch auch Säure in die Augen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das kann Gott oder sonst jemand – aber soll der Staat nicht mehr können. Sonst müssen Dieben auch wieder die Hand abgehackt werden…

    Mitleid habe ich mit keinem Täter. Die müssen bestraft werden – von mir aus auch hart, aber keinesfalls mit körperlichen Mitteln, Todesstrafe oder Folter.

    Gruß,
    RatzE

    Reply
  5. Hellkitten
    Okt 05, 2009

    Ja, isn schweres Thema. Ich weiss, dass ich mit meiner mittelalterlichen Meinung meist auf Ablehnung stoße. Aber, bitte noch mal das 1. Post lesen, ich sprach von 100%iger Überführung 😉 Einen Unschuldigen bestrafen oder gar kastrieren wäre ebenso unverzeihlich.

    Naja, sexuelles Empfinden ist kein esentieller und lebensnotweniger (da sonst auf Betreuung angewiesen) Sinn und das mit dem Hand abhacken hab ich auch überlegt zu schreiben, allerdings ist da für mich eine Straftat auf einer völlig anderen Ebene. Man schädet auf andere Weise, materielle, es ist ersetzbar.
    Natürlich hast du ja auch Recht mit dem was du sagst, aber es geht nicht in meinen Kopf dass ein Kinderficker uU genauso bestraft wird wie ein Steuerhinterzieher. Da wird dann therapiert und gemacht und am Ende womöglich erst nix bewirkt. Aber was dann oder überhaupt mit ihnen machen?! Wie gesagt, ein schwieriges Thema…

    Reply